Kiefersfelden – Bei ihren Kontrollen an der Grenze bei Kiefersfelden auf der A93 nahm die Bundespolizei am Sonntag einen mutmaßlichen Schleuser fest. Im Wagen des Nigerianers befanden sich drei Landsleute. Außer dem Fahrzeugführer konnte sich keiner der Insassen ausweisen. Offenkundig handelte es sich laut Polizei bei der Fahrt der Männer von Italien nach Deutschland um eine bezahlte Schleusung.
Der Fahrer wies sich mit einem nigerianischen Reisepass und einer deutschen Aufenthaltsgenehmigung aus. Seine Begleiter hatten laut Polizei dagegen keine Papiere dabei. Eigenen Angaben zufolge stammen die Männer ursprünglich ebenfalls aus Nigeria. Nach ersten Ermittlungen der Rosenheimer Bundespolizei verlangte der mutmaßliche Schleuser mehrere Hundert Euro für die organisierte Mitfahrt von Italien nach Deutschland.
Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft zogen die Beamten das Auto des 39-Jährigen und das von ihm mitgeführte Bargeld von über 700 Euro ein. Die Heimfahrt nach Brandenburg, wo der Nigerianer gemeldet ist, gestatteten die Beamten nicht. Das Rosenheimer Amtsgericht entschied, ihn in U-Haft zu nehmen. Er wurde gestern in die Justizvollzugsanstalt Traunstein eingeliefert. Seine Mitfahrer, 22, 26 und 30 Jahre alt, mussten das Land wieder verlassen. Sie bekundeten laut Polizei kein Interesse an Schutz oder Asyl in Deutschland.re