Rosenheim – Ein international gesuchter Weißrusse ist jetzt in der Grenzkontrollstelle der Rosenheimer Bundespolizei an der Rastanlage Inntal-Ost verhaftet worden. Beim Abgleich seiner Personalien mit dem polizeilichen Datenbestand stellte sich heraus, dass der 28-Jährige wegen organisierten Drogenhandels von den Behörden seines Heimatlandes gesucht wurde. Laut internationalem Haftbefehl war der Weißrusse, der mit einem polnischen Reisebus nach Deutschland kam, zwischen 2013 und 2015 Mitglied einer Bande, die mit Betäubungsmitteln handelte. 2014 soll eine Person unmittelbar nach dem Konsum von Drogen, die der Dealer veräußert hatte, gestorben sein. In Weißrussland droht dem Mann eine 15-jährige Freiheitsstrafe.
Auch bei einem Deutschen schlug der Fahndungscomputer Alarm. Die Staatsanwaltschaft Traunstein suchte nach dem inzwischen in Österreich wohnhaften Mann. Der 40-Jährige war im Dezember 2016 vom Landgericht Traunstein wegen Einschleusens von Ausländern verurteilt worden. Der Schleuser hatte die Wahl, 4800 Euro zu zahlen oder mehrere Monate ins Gefängnis zu gehen. Er zahlte lieber.