Kommentar

Es brennt!

von Redaktion

Der österreichische Maut-Wahnsinn ist um eine geschmacklose Variante reicher. Nicht einmal mehr vor Hilfsorganisationen machen die langen Greifarme der ASFINAG halt. Ein Handeln, das nicht zu einem guten nachbarschaftlichen Verhältnis passt.

Kreisbrandrat Richard Schrank hat jede politische Unterstützung verdient. Auch Berlin ist gefordert, wenn es darum geht, den Verantwortlichen in Österreich klarzumachen, dass die ASFINAG schnellstens zurückgepfiffen werden muss. Eigentlich sollte das kein Problem sein, schließlich geht es nur um lächerliche Summen.

Vor wenigen Jahren halfen allerdings weder politische Appelle noch Autobahn-Blockaden in Bayern und Tirol, die über viele Jahre hinweg bestehende Mautfreiheit auf dem Teilstück zwischen Kiefersfelden und Kufstein zu erhalten. Wer sich daran erinnert, dessen Optimismus auf eine rasche Lösung des Problems wird gedämpft.

Auf jeden Fall sorgt das Pickerl wieder einmal für gewaltig Feuer unter dem Dach. Diesmal sind es die Feuerwehren selbst, die dringend auf rasche politische Löschhilfe angewiesen sind – im Ringen mit einem Land, das Autofahrer ziemlich kräftig abkassiert und sich zugleich ohne jedes Schamgefühl erdreistet, gegen die Einführung der Autobahnmaut in Deutschland auf EU-Ebene zu klagen.

Es brennt, und wenn es nur der Hut der ASFINAG ist.

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