Schechen/Rosenheim – Bundespolizisten haben am Mittwoch am Haltepunkt Schechen zwei afrikanische Jugendliche in Gewahrsam genommen. Einer der beiden hatte auf eine Fahrscheinkontrolle in einem Regionalzug mit Aggression und Flucht reagiert.
In den Abendstunden waren ein gambischer und ein somalischer Staatsangehöriger ohne gültigen Fahrschein in der Regionalbahn von Rosenheim in Richtung Wasserburg unterwegs. Der Somalier, der laut einem Bahnmitarbeiter in der Vergangenheit schon mehrmals ohne Ticket aufgefallen sein soll, schubste die Zugbegleiterin bei der Kontrolle zur Seite und versuchte zu fliehen. Zwei Reisende, die den Vorfall mitbekommen hatten, stellten sich dem Flüchtenden in den Weg. Der 16-Jährige wollte sich jedoch offenbar nicht aufhalten lassen und versuchte sich gewaltsam, seinen Weg freizumachen.
Lokführer verriegelt die Türen
Da der Lokführer beim Halt in Schechen die Türen verriegelte, konnte die verständigte Streife der Bundespolizei die beiden Afrikaner kontrollieren. Die 16 und 17 Jahre alten Burschen hatten keine Ausweisdokumente dabei. Daher wurden sie zur Rosenheimer Bundespolizeiinspektion gebracht. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden die beiden Minderjährigen ihrer zuständigen Jugendaufnahmeeinrichtung übergeben. Die Bundespolizei ermittelt nun wegen Körperverletzung und Leistungserschleichung.