Michael Smolik, Kickbox-Weltmeister

von Redaktion

Wie würden Sie einem Kind Ihren Beruf erklären?

Ich bin ein Mensch, der in der Öffentlichkeit steht und versucht anderen Menschen zu helfen, indem ich sie motiviere und trainiere. Außerdem bin ich oft im Fernsehen zu sehen. Dort spiele ich in Filmen mit, trete bei Shows auf und kämpfe auch noch in der Kampfsportart „Kickboxen“ um meinen Weltmeistertitel.

Ihr Traumberuf als Zehnjähriger?

Polizist, Schauspieler, Profi-Kämpfer.

Ihr persönlicher Traum vom Glück?

Wenn ich das tun kann, was ich liebe und gesund bin. Unabhängigkeit von der Gesellschaft und von finanziellem Denken. Und wenn ich anderen Menschen Werte vermitteln kann, um sie so auf den richtigen Weg zu bringen.

Mit wem würden Sie gern ein Wochenende auf einer einsamen Insel verbringen?

Dwayne „The Rock“ Johnson, Conor McGregor.

Über welche Nichtigkeiten können Sie sich ärgern?

Wenn man zu zweit in einem Bett schläft und nur eine Decke hat. Oder: Wenn was nicht so läuft, wie ich es mir vorstelle.

000000000000000000000000

Was fällt Ihnen zu den

folgenden Stichwörtern

ein?

000000000000000000000000

Wasser und Brot

Kinderhilfswerk.

Heimat

Sicherheit und Geborgenheit.

Alt und Jung

Gegenseitiger Respekt, voneinander lernen.

Eltern

Die wichtigsten Menschen in meinem Leben.

Sieg und Niederlage

Für mich gibt es nur den Sieg. An eine Niederlage denke ich nie. Doch wenn ich verlieren sollte, versuche ich, meine Fehler zu analysieren, damit es beim nächsten Mal nicht noch einmal dazu kommt.

Erste Liebe

Schmetterlinge im Bauch, Glücksgefühle, Höhen und Tiefen, emotionaler Niederschlag, Enttäuschung, Erfahrung, harte Entscheidung.

Gott

Ich glaube an Gott, habe aber meinen eigenen Glauben. Das heißt, dass ich nicht jeden Sonntag in die Kirche gehe und alles von der Kirche befolge. Ich spreche zu ihm, wenn es mir nicht gut geht und vor jedem Kampf.

Grabstein

Hoffentlich erst in 85 Jahren.

Coca-Cola

Nur light oder Zero.

Mein Haus, mein Auto, meine Yacht

Materielle Dinge, die schön sind, die gut tun, aber nicht glücklich machen.

Lebensmotto

Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut ist, ist es nicht das Ende. Wer glaubt, etwas zu sein, hat aufgehört etwas zu werden.

Interview: Silvia Mischi

———————————————————————————————————————————————————————————————

Zur Person

Michael Smolik (26) ist in Crailsheim geboren, mehrfacher Amateurweltmeister und amtierender Profiweltmeister im Kickboxen im Weltverband der WKU. Smolik begann mit fünf Jahren mit dem Taekwondo-Training. Nach dem Wechsel zum Kickboxen errang er 2012 in Orlando seinen ersten WM-Titel als Amateur, 2014 gewann er seinen ersten Profikampf nach wenigen Sekunden durch Knockout. Seit 2015 wird Smolik von Pavlica und Mladen Steko in München trainiert. Da sein Dienstherr das Kickboxen wegen der Verletzungsgefahr nicht als Nebentätigkeit genehmigte, gab Smolik 2016 seinen Beruf als Polizist auf. Im selben Jahr erkämpfte er sich per Knockout seinen ersten Profi-WM-Titel im Superschwergewicht. Seine Kampfnamen sind „Flying Badboy“ und „Die K.o.-Maschine“. Er hält mit drei Sekunden den Weltrekord für den schnellsten K.o., trainiert Talente und wirkt bei der Serie „Die Ruhrpottwache“ mit.

Artikel 6 von 11