Im Jahr 2017

43 Einsätze für die Hagelflieger

von Redaktion

Die Hagelflieger im Landkreis Rosenheim verbuchten im vergangenen Jahr 43 Einsatzflüge. Insgesamt 50 Flugstunden waren die beiden Maschinen in der Luft.

Rosenheim – In der Jahreshauptversammlung des Hagelforschungsvereins meinte Vorsitzender Josef Huber, „es war ein Jahr mit vielen Einsätzen, aber Gott sei Dank ohne größere Schäden.“ Landrat Wolfgang Berthaler will die Zukunft der Hagelflieger sichern „Der Landkreis steht zur Hagelabwehr“, sagte er. „Daher ist es wichtig, den Flugplatz für die nächsten Jahrzehnte zu sichern.“ Den sechs Hagelpiloten wünschte der Landrat immer eine glückliche Heimkehr.

Laut Georg Vogl, Einsatzleiter der Hagelabwehr, fielen 2017 doppelt so viele Einsatzflüge wie 2016 an. Allerdings belege die Statistik der vergangenen 20 Jahre, dass 2017 für die Hagelflieger eher ein „durchschnittliches Einsatzjahr“ gewesen sei. 14 Einsatzflüge führten die Hagelpiloten auch ins benachbarte Tirol. In den Bezirken Kufstein und Kitzbühel haben sich einige Gemeinden ebenfalls zu einem Hagelforschungsverein zusammengeschlossen. Dessen Erster Vorsitzender, Professor Walter Mayr, bedankte sich schriftlich für die geleisteten Einsätze. „Auch wenn man die Hagelflieger nicht sehen kann, sobald die Bevölkerung die Motoren hört, ist sie beruhigt“, schrieb Mayr.

Gastreferent in der Jahreshauptversammlung war Professor Dr. Thomas Oppenländer von der Hochschule Furtwangen, der die Hagelabwehr im Raum Schwarzwald wissenschaftlich begleitet. Oppenländer präsentierte eine Zusammenfassung einer Studienarbeit sowie einer Literaturrecherche zur Hagelabwehr. Er kam zu dem Schluss, dass ausgebrachtes Silberjodid weder für den Boden noch für die Luft eine Belastung zur Folge hat.

Zudem stellte er fest, dass der Erfolg der Wolkenimpfung vom Geschick und der Erfahrung der Piloten abhängt. „Wenn sie rechtzeitig am richtigen Ort sind, funktioniert es“, sagte er. Seit 2008 sind die Hagelflieger im Schwarzwald im Einsatz, seitdem habe es keinen Hagel-Horror mehr gegeben, wie Oppenländer betonte.

Die abschließenden Neuwahlen brachten kaum personelle Veränderungen. Bis 2022 leiten Josef Huber, Landrat Wolfgang Berthaler, August Voit, Josef Bodmaier, Johann Hacklinger, Professor Peter Zentgraf, Thomas Paukert, Hans Stöttner und Johann Bauer die Geschicke des Hagelforschungsvereins. Mit rund 7500 Mitgliedern ist er der größte Verein in der Region. Vorsitzender Josef Huber will auf dieser Mitgliederzahl aber nicht ausruhen. „Wir brauchen den Rückhalt in der Bevölkerung“, sagte er und bat darum, weitere Mitglieder zu werben.re

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