Kiefersfelden – Die Bundespolizei hat am Wochenende zwischen Kufstein und Rosenheim zahlreiche Personen festgenommen. Auf der Staatsstraße zwischen Kufstein und Kiefersfelden stoppte die Bundespolizei beispielsweise ein Fahrzeug aus Rumänien. Bei der Überprüfung der rumänischen Papiere des Beifahrers stellten die Beamten fest, dass gegen den 29-Jährigen ein internationaler Haftbefehl vorlag. Demnach suchen albanische Behörden nach dem Mann, der im Jahr 2013 einen Diebstahl mit einer Beute von mehreren tausend Euro begangen haben soll. Er wartet nun in einem Münchner Gefängnis auf seine Auslieferung nach Albanien.
Ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Mainz lag zudem gegen einen Bulgaren (30) vor, den Bundespolizisten auf der A93 kontrollierten. 2017 hatte ihn das Mainzer Amtsgericht wegen Urkundenfälschung zu einer Geldstrafe verurteilt, die er bislang aber nicht beglichen hat. Die Beamten lieferten den Mann in die Justizvollzugsanstalt Bernau ein. Dort wird er ersatzweise 60 Tage lang hinter Gittern bleiben müssen.
Ebenfalls in einer Zelle landete ein Somalier, den die Beamten bei einer Kontrolle auf der Inntalautobahn aufgegriffen haben und der ebenfalls eine Geldstrafe wegen Urkundenfälschung nicht bezahlt hat. Die Bundespolizisten brachten den Mann, der sich mit einem deutschen Flüchtlingspass ausweisen konnte, in die Haftanstalt in Traunstein, wo er die nächsten 44 Tage verbringen wird.
Angezeigt wurde zudem ein 23-jähriger Nigerianer, der in Italien gemeldet ist und in einem Fernbus von der Polizei aufgegriffen worden war, nachdem die Beamten in dessen Koffer ein Paket mit rund zwei Kilogramm Marihuana gefunden hatten. Das Zollfahndungsamt in München hat den Fall übernommen, die Ermittlungen gegen den 23-Jährigen dauern an.
Desweiteren kontrollierten die Bundespolizisten im Rahmen der Grenzkontrollen einen 53-jährigen Autofahrer auf der A93. Dieser konnte sich mit einem deutschen Reiseausweis für Staatenlose ausweisen. Die libanesischen Begleiter führten jedoch keine gültigen Einreisepapiere mit. Wie sich herausstellte, waren die Mitfahrer im Alter von 37 und 39 Jahren in der Vergangenheit bereits in Berlin registriert worden. Beide wurden wegen unerlaubter Einreise angezeigt und an die Ausländerbehörde übergeben. re