Laufsteg wird zum Friseursalon

von Redaktion

Innung präsentiert die neuen Trends – Rund 300 Besucher anwesend

Rosenheim – Was sich bereits bei den großen Schauen in Paris, Mailand, New York und Berlin abzeichnete, wurde jetzt bei der Frisuren-Trendshow der Friseurinnung Rosenheim im Rosenheimer Kultur- und Kongresszentrum bestätigt: Gefragt ist Natürlichkeit, Trend-Haarschnitt Nummer eins ist der „Lob“. Vor rund 300 Fachbesuchern präsentierte der Modebeirat der Friseurinnung unter der fachlichen Leitung von Alejandrina Höllbauer und Paul Wenig die neuen Schnitte, Farben und Techniken für Frühjahr und Sommer 2018. Der Laufsteg war gleichzeitig Friseursalon. Es wurde geschnitten, gefärbt, geföhnt und gesteckt. Schritt für Schritt entstanden so auf den Köpfen der Models die derzeit angesagtesten Trendfrisuren.

Kaum ein Haarschnitt hält sich über die Jahre so gut wie der Bob. Das hat seinen Grund: Dieser klassische Schnitt ist enorm wandelbar, vielseitig und dabei auch noch einfach zu stylen. Besonders gefragt ist aktuell die Variante „Lob“, also Long Bob. Der schulterlange Schnitt eignet sich für glattes und gelocktes Haar gleichermaßen.

Generell geht der Trend immer mehr zur Natürlichkeit. „Undone Hair“ lautet das Schlagwort dafür, was soviel bedeutet wie „unperfekt“. Gerade hinter dem „Undone-Trend“ steckt aber jede Menge Arbeit, wie Friseurin Sarah Kainz vom Friseursalon Erich Kainz in Bad Aibling weiß. „Es sieht nach wenig Aufwand aus, braucht aber viel Aufwand“, erklärte sie im Vorfeld der Show hinter den Kulissen. Dort wurden die Models für ihren Auftritt auf der Bühne gestylt. Sarah Kainz steckte ihrer Schwester Leonie Leitner eine elegante Hochfrisur. „Eine wunderschöne Frisur, aber sicherlich nichts für jeden Tag“, meinte diese.

Flechtfrisuren stehen in allen Variationen in diesem Jahr ebenfalls ganz oben auf der Liste der beliebtesten Frisuren. Französischer Zopf oder Fischgrätenzopf bekommt „Frau“ mit etwas Übung noch selbst gut hin, bei aufwendigeren Flechtmustern geht aber ohne den Profi nichts mehr. Praktisch und auch relativ einfach zu machen ist der Dutt. Auch er ist jetzt wieder gefragt, im Geschäftsleben ebenso wie bei Partynächten. Der geflochtene Dutt verbindet dabei gleich zwei Trendfrisuren. Auf den roten Teppichen dieser Welt wird man heuer bestimmt oft den „Sleek-Look“ bewundern können. Mittels Wachs und Gel werden die Haare streng nach hinten gekämmt. Geeignet ist diese Frisur für kurze und lange Haare gleichermaßen.

Der „Pixie Cut“ gilt unter Frisuren derzeit als eine der schönsten Kurzhaarfrisuren überhaupt. Dahinter steckt eine raffinierte Schnitttechnik. Den „Vokuhila“ gab es schon in den 80er-Jahren. Nun erlebt „vorne kurz, hinten lang“ eine Renaissance.

Auch die Haarfarben unterliegen Trends. Im Frühjahr und Sommer 2018 kommt wieder mehr Farbe ins Spiel. Graues Haar, im vergangenen Jahr besonders bei der Jugend total angesagt, tritt wieder langsam den Rückzug an, dafür kommen jetzt weiche Pastelltöne.

Bei der Männerwelt ist heuer frisurentechnisch fast alles möglich. Ob extrem kurz oder schulterlang, erlaubt ist, was gefällt. Generell geht aber auch beim männlichen Geschlecht der Trend hin zur Natürlichkeit, besonders gefragt auch hier der „Undone-Look“.

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