Schechen – Einschneidende Veränderungen bringt die Neufassung der Düngeverordnung auch für die Landwirtschaft im Landkreis Rosenheim mit sich. Über neue Pflichten und anstehende Herausforderungen informierten sich die Landwirte beim Pflanzenbautag des Landwirtschaftsamtes, der in Hochstätt in der Gemeinde Schechen stattfand.
Die Zeit des Diskutierens sei vorbei, nun müsse gehandelt werden, begann Dr. Michael Diepolder von der Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) Bayern seinen Vortrag. Künftig müsse fast ausnahmslos jede Düngung nach noch strengeren Regelungen vorgeplant und durchgeführt werden. Um dies zu realisieren, seien umfangreiche Datentabellen erarbeitet worden. Diepolder stellte die neuen Berechnungsmethoden vor und wies darauf hin, dass man bei der Planung auch die jährliche Bilanzierung der Nährstoffe im Auge haben müsse. Hier seien die Grenzen ebenfalls enger gesteckt worden. Er bedauerte, dass die Landwirte ihre Erntemengen, vor allem im Grünland, derzeit noch nicht hinreichend genau erfassten. Diese Daten wären wichtig, um die Düngeplanung optimal zum eigenen Betrieb passend zu erstellen.
Wenn die erlaubten Ausbringmengen an Gülle sinken, sei es um so wichtiger, dass die enthaltenen Nährstoffe möglichst verlustfrei bei den Pflanzen ankommen, betonte Dr. Fabian Lichti, ebenfalls von der LfL. Er stellte die Kosten für neue Gülletechnik, den Einsparungen durch weniger Ausbringverluste gegenüber. Die Anschaffung könne sich so durchaus rechnen. Die größeren Fässer seien zwar effektiver, man dürfe aber auch die drohende Bodenverdichtung nicht außer Acht lassen. Auch seien sie für den Straßenverkehr nur bedingt geeignet, besser sei der Transport auf der Straße mit Tank-Lkw. Am wichtigsten für eine emissionsarme Gülleausbringung seien aber nach wie vor der passende Zeitpunkt und das passende, kühle Wetter. Hier sei vor allem beim überbetrieblichen Einsatz gute Planung gefragt.
Neues aus dem Bereich Pflanzenschutz und Pflanzenbau berichteten dann Mathias Mitterreiter und Miriam Maier vom Landwirtschaftsamt Rosenheim. Zahlreiche neue Umweltschutz-Auflagen beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln sind ebenso zu erfüllen wie die regelmäßig vorgeschriebene Fortbildung für jeden, der Pflanzenschutzmittel im Betrieb anwendet. Carolin Lammer und Georg Baumgartner vom Landwirtschaftsamt dankten abschließend allen Referentenre