Bluttat in der Disko

Messerstecher kannte sein Opfer wohl nicht

von Redaktion

Täter ist ein Asylbewerber mit Duldungsstatus – Er kam bereits vor Jahren nach Rosenheim

Rosenheim – Warum hat ein junger Mann aus Eritrea in einer Rosenheimer Diskothek plötzlich auf ein 16-jähriges Mädchen aus der Region eingestochen? Diese Frage bleibt drei Tage nach der Bluttat weiter unbeantwortet. Bis jetzt haben die Ermittler der Rosenheimer Kriminalpolizei jedenfalls keine konkreten Hinweise darauf, dass sich Täter und Opfer näher kannten.

Der Angriff in dem Nachtlokal kam, wie berichtet, aus dem Nichts. Das Mädchen befand sich gegen 0.45 Uhr zusammen mit seinen Freundinnen auf der Tanzfläche der Disko „Gatsby“, als sich der 22-jährige Nordafrikaner plötzlich näherte und unvermittelt mit einem Messer zustach. Das Opfer trug schwere, aber keine lebensbedrohlichen Verletzungen am Oberkörper davon.

Nach dem Angriff soll sich der Täter ohne Gegenwehr vom Sicherheitsdienst festhalten haben lassen. Auch bei der polizeilichen Festnahme in der Diskothek leistete er keinen Widerstand.

Bei dem 22-Jährigen handelt es sich um einen Asylbewerber mit Duldungsstatus, der seit Jahren in Rosenheim lebt. Weil er sehr schlecht deutsch spricht, gestalten sich die Vernehmungen laut Polizei schwierig. Deshalb könne man zu einem Motiv noch nichts sagen. Der Eritreer sitzt im Traunsteiner Gefängnis in Untersuchungshaft. Gegen ihn wird wegen eines versuchten Tötungsdeliktes ermittelt.

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