Festnahme

Einreise mit gestohlenem Pass gescheitert

von Redaktion

Kiefersfelden – Es sind Urkundendelikte wie dieser Fall, mit denen sich die Rosenheimer Bundespolizei im Grenzgebiet zwischen Rosenheim und Kufstein immer wieder konfrontiert sieht. Im Schnitt mindestens jeden zweiten Tag: Gestern haben Beamte der Bundespolizei in der Grenzkontrollstelle auf der Inntal-Autobahn bei Kiefersfelden den Fahrgast eines Fernreisebusses festgenommen. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor. Der als Chinese getarnte Mann hatte versucht, die Beamten mit seinem in Hongkong ausgestellten Reisepass in die Irre zu führen. Jedoch ohne Erfolg. Wie sich zeigte, stammt der Insasse des in Italien gestarteten Reisebusses nicht aus Hongkong, sondern aus Afghanistan. Als ihn die Beamten mit dem Vorwurf des Ausweismissbrauchs konfrontierten, gestand der 21-Jährige, den Pass, der sich als gestohlen herausstellte, von einem Schleuser für mehrere tausend Euro gekauft zu haben. Nach Sicherstellung des Ausweises wurde der Afghane wegen versuchter unerlaubter Einreise und wegen des Missbrauchs von Ausweispapieren angezeigt. Zur Sicherung des anstehenden Strafverfahrens musste er 250 Euro hinterlegen. Anschließend wurde der 21-Jährige nach Österreich zurückgewiesen.

In den ersten zweieinhalb Monaten dieses Jahres hat die Rosenheimer Bundespolizei bereits rund 50 Urkundendelikte festgestellt. Neben der Unterbindung unerlaubter Einreisen und der Bekämpfung der Schleuserkriminalität ist das Einschreiten gegen Personen, die mit falschen oder gefälschten Papieren beziehungsweise mit fremden Urkunden einreisen wollen, ein wesentlicher Bestandteil der Grenzkontrollen.

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