Kiefersfelden – Die Bundespolizei hat am Wochenende bei Grenzkontrollen in Kiefersfelden zahlreiche Festnahmen ausgesprochen. Neben rund 20 Migranten, die illegal einreisen wollten, fassten die Beamten mehrere gesuchte Straftäter und einen Mann, der mehrere Kilogramm Cannabis und Marihuana im Gepäck hatte.
Die Beamten hielten das Fahrzeug des Mannes an, das im Ausland zugelassen war. Bei der Überprüfung der Personalien des Fahrers schlug der Polizeicomputer Alarm. Gegen den Mann lag ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft München vor. Wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz war er zu einer Geldstrafe von rund 800 Euro verurteilt worden. Bei der Durchsuchung seines Wagens fanden die Beamten dann die Drogen. Die weiteren Ermittlungen wurden von der Polizei dem Zollfahndungsamt München übertragen. Aus ermittlungstaktischen Gründen machte die Bundespolizei keine näheren Angaben zu dem Fall. Der Festgenommene sitzt mittlerweile in der Justizvollzugsanstalt Bernau in Untersuchungshaft.
Für 120 Tage muss ein Marokkaner hinter Gitter, der ohne Papiere mit dem Zug von Österreich nach Deutschland reisen wollte. Der 25-Jährige war eine Geldstrafe in Höhe von 1200 Euro schuldig geblieben. Hierzu war er vom Amtsgericht Lemgo wegen mehrerer Betrugsfälle verurteilt worden. Mangels finanzieller Möglichkeiten muss er nun die festgesetzte Ersatzfreiheitsstrafe verbüßen. Zudem wird er sich voraussichtlich schon bald wegen der versuchten unerlaubten Einreise strafrechtlich verantworten müssen.
Besser erging es einem Griechen und zwei polnischen Staatsangehörigen. Die drei Männer konnten ihre offenen Strafen in Höhe von insgesamt rund 2700 Euro direkt an der Grenzkontrollstelle auf der Inntal-Autobahn bezahlen und durften ihre Reisen fortsetzen.re