Rosenheim – Die Technologie der „Virtual Reality“ entwickelt bereits in der Medizin, Psychotherapie und in der Industrie ihr positives Potenzial. Um allen voran Pädagogen und Fachleuten die Vorteile und Risiken der Technologie näherzubringen, veranstalteten die Sparkassenstiftungen Zukunft für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeinsam mit der Suchtberatungsstelle Neon einen Info-Nachmittag unter dem Motto „Virtual Reality. Abtauchen in schöne neue Welten – auf die Gefahr hin, nicht wieder aufzutauchen“.
Neben der Möglichkeit, eine VR-Brille selbst zu testen, bekamen die rund 100 Gäste im Kommunikationscenter der Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling – darunter einige Vertreter aus der regionalen Politik – auch diverse Vorträge zu hören. Digitaltrainer Daniel Wolff, selbst Lehrer, verwies etwa auf die Chancen der Virtual Reality-Brillen im Bildungsbereich. Als Vorteile nannte er die hohe Eigenmotivation und die Möglichkeit, weltweit zu kommunizieren. Die neue Technologie ermögliche ein „neues, kreatives Lernen“. Demgegenüber stünden der relativ hohe technische Aufwand und Lizenznutzungen bei „chronisch niedrigen Schulbudgets“. Zudem seien gesundheitliche Risiken zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abzuschätzen.
Cem Karakaya, Experte für Cybercrime, hält einen Einsatz von Virtual Reality im Unterricht durchaus für sinnvoll – allerdings erst für Schüler ab einem Alter von 16 Jahren. Gleichzeitig warnte er vor „Ballerspielen“ oder gar Horrorspielen in der Virtual Reality. Noch größere Gefahrendimensionen sieht Karakaya im Anwendungsbereich Militär. Schon heute lassen sich Drohnen über VR-Brillen und Controller steuern. Wenn diese Technik in falsche Hände gerät, kann das sehr gefährlich werden, zumal Drohnen heute in der Lage sind, bis zu drei Gramm explosive Mittel zu transportieren. „Nicht die Technologie, der Computer, das Smartphone und die Spiele sind gefährlich, sondern der Mensch“, so Karakaya.re