Rosenheim – Für 19 staatlich geprüfte Wirtschafterinnen für Ernährung und Haushaltsmanagement und 26 staatlich geprüfte Wirtschafter für Landbau ging die Schulzeit nach drei Semestern erfolgreich zu Ende. Feierlich wurden sie in der Landwirtschaftsschule Rosenheim verabschiedet.
Für ihren großen Tag hatten sich die Absolventen festlich gekleidet. Alle kamen in Tracht zur Schulabschlussfeier. Ein Gottesdienst bildete den Auftakt der Feierlichkeiten. Die Gestaltung übernahmen die Studierenden selbst. Passend zum Motto „Stationen im Zug des Lebens“ hatten sie Texte, Lieder und Musikstücke zusammengestellt.
Pfarrer Andreas Maria Zach machte in seiner Predigt Mut, den eigenen Weg zu gehen und dabei auch ein Netzwerk nach „oben“ zu pflegen.
Nach dem Gottesdienst ging die Feier in der Aula der Landwirtschaftsschule Rosenheim weiter. Begleitet wurden die Absolventen von ihren Eltern, Geschwistern und Freunden. Außerdem nahmen zahlreiche Ehrengäste an der Veranstaltung teil, darunter auch Landrat Wolfgang Berthaler. Er bekundete in seinem Grußwort die Solidarität des Landkreises mit der Schule. Über den Baufortschritt bei der Generalsanierung freue er sich sehr.
Dank und Anerkennung gab es für Schulleiterin Anna Bruckmeier von Ehrenlandesbäuerin Annemarie Biechl. Sie lobte ihren „Mut, Einsatz und Weitblick bei der Gestaltung der berufsbegleitenden Meisterschule Hauswirtschaft“.
Sepp Liegl vom Verband für landwirtschaftliche Fachbildung in Bayern beglückwünschte die Absolventen zu ihren erfolgreichen Abschlüssen. Dabei rief er zur Wachsamkeit für neue Entwicklungen auf und motivierte darum zu weiteren Fortbildungen.
Für die Studenten ergriff Stephanie Wimmer, Semestersprecherin des dritten Semesters Hauswirtschaft, das Wort. Sie blickte in ihrer Rede auf die gemeinsame Schulzeit zurück und bedankte sich für die fürsorgliche Unterstützung der Lehrkräfte, Eltern und Partner.
„Wo geht unsere Reise hin?“ Diese Frage stellten sich zwei Studierende der beiden Abschlusssemester in ihren sehr persönlichen Präsentationen: Georg Heinz aus Hopfgarten aus der Gemeinde Babensham gab einen informativen Einblick in die Stärken des elterlichen Familienbetriebes. Er zeigte aber auch Verbesserungsmöglichkeiten auf und machte deutlich, welche Entwicklungsschritte seine Familie für die nächsten Jahre anstrebt. Sein Fazit am Schluss lautete: „Mein Großvater und meine Eltern haben vieles richtig gemacht.“
Maria Schuster aus Au am Inn, Absolventin der Meisterschule Hauswirtschaft, stellte dann neue Wege in der Direktvermarktung vor. Am landwirtschaftlichen Betrieb ihres Arbeitgebers entwickelte sie verschiedene Fleischgerichte im Glas zum Verkauf im Hofladen. Eine Zielsetzung ihres Arbeitsprojektes war es, auch eine Vermarktungsmöglichkeit für die weniger nachgefragten Fleischteile zu finden. Zudem sollten neue Zielgruppen, vor allem junge Mütter mit Familien, angesprochen werden. Maria Schuster gelang es tatsächlich, neue Strategien zu erarbeiten: Die Produktpalette wurde nach Abschluss ihres Projekt erweitert, und ihr Angebot wird nun in einem weiteren Hofladen verkauft.
Die Klassenbesten der Meisterschule Hauswirtschaft waren Maria Schuster aus Au am Inn und Anna Elisabeth Fritsche aus Glonn mit einem Notendurchschnitt von jeweils 1,12, gefolgt von Angelika Steiner aus Traunstein mit einem Notendurchschnitt von 1,50.
Die besten Absolventen der Landwirtschaft waren Josef Hagl aus Mitterham mit einem Notendurchschnitt von 1,50, Stefan Resch aus Großkarolinenfeld mit einem Notendurchschnitt von 1,71 und Andreas Pritzl aus Högling sowie Konrad Wieser aus Frauenneuharting mit einem Notendurchschnitt von jeweils 1,78.