Kiefersfelden – Gleich mehrere Personen aus Syrien, Tunesien und dem Kosovo sollen laut der Rosenheimer Bundespolizei am vergangenen Donnerstag illegale Einreisen von Landsleuten unterstützt haben. Zwei der mutmaßlichen Schleuser sitzen nun in Untersuchungshaft. Im Rahmen der Grenzkontrollen auf der Inntal-Autobahn überprüften die Beamten drei syrische Insassen eines in Deutschland zugelassenen Wagens. Anders als Fahrer und Beifahrer konnte sich deren Bekannter nicht ordnungsgemäß ausweisen. Wie sich herausstellte, leben Frau und Kinder des Syrers bereits in der Bundesrepublik. Der 31-Jährige wurde an das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge weitergeleitet. Dort wird über den weiteren Verbleib im Land entschieden. Seine Begleiter wurden wegen Beihilfe zum Versuch der unerlaubten Einreise angezeigt und in Traunstein beziehungsweise Bad Reichenhall in die Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Drei Tunesier mit deutscher Aufenthaltsgenehmigung müssen ebenfalls mit einem Verfahren wegen Beihilfe zur versuchten unerlaubten Einreise rechnen. Sie beförderten einen 39-jährigen Landsmann ohne die für den Aufenthalt erforderlichen Papiere über die Grenze. Der in Italien registrierte Migrant wurde zurückgewiesen. Den 26-jährigen Fahrer des Wagens erwartet zudem ein Verfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis. In einem dritten Fall stoppten Bundespolizisten auf der Inntal-Autobahn einen in Italien zugelassenen Pkw. Der kosovarische Fahrzeugführer hatte gültige italienische Aufenthaltspapiere dabei. Sein 30-jähriger Beifahrer verfügte dagegen nicht über die notwendigen Dokumente. Der in Italien gemeldete Kosovare wurde den österreichischen Behörden überstellt. Der 29-jährige Fahrer des Autos muss laut Polizei schon bald mit einem Strafverfahren rechnen.