Rosenheim/München – Nach Nürnberg, Ingolstadt, Regensburg und Deggendorf wird Rosenheim damit der fünfte Standort für eine Technische Hochschule in Bayern, deren Schwerpunkt in der Regel auf den Natur- und Ingenieurwissenschaften liegt. Nähere Details zu Zeitplan, Investitionen und Strukturen waren gestern noch nicht zu erfahren. Aber schon jetzt steht fest, dass der Beschluss der TH Rosenheim mehr Geld, mehr Stellen, mehr Forschungskompetenz und mehr Reputation bringen wird.
Entsprechend groß war gestern die Freude beim Rosenheimer Hochschulpräsidenten Prof. Heinrich Köster: „Rosenheim zählt zu den Top-Hochschulen Bayerns, hat sich so dynamisch entwickelt wie kaum eine zweite Hochschule im Freistaat.“ 6000 Studenten gibt es derzeit in Rosenheim, Mühldorf und in Burghausen, wo erst 2016 der Campus eröffnet worden war. Ständig kämen neue Studiengänge hinzu, zum Beispiel 2018 Architektur und 2019 Bauingenieurwesen.
„Dieser Schritt ist für mich die folgerichtige Konsequenz der außerordentlich guten Hochschulentwicklung der letzten Jahre in Rosenheim“, sagte der Rosenheimer Landtagsabgeordnete Klaus Stöttner (CSU), der auch Kuratoriumsvorsitzender der Hochschule Rosenheim ist. Zusammen mit seinem Landtagskollegen Otto Lederer weiß er um die große Bedeutung der Hochschule für die gesamte Region: „Besonders durch die enge Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Politik sowie Forschung und Lehre ist hier ein einzigartiger Mehrwert für Stadt und Landkreis Rosenheim sowie die benachbarten Landkreise entstanden“, erklären die Rosenheimer Abgeordneten. Lederer, ebenfalls Mitglied des Hochschulkuratoriums, ergänzt: „Die Aufwertung zur Technischen Hochschule ist Beweis für die hohe Qualität von Bildung und Wissenschaft.“
Zusätzlich zur Aufwertung der Hochschule verkündete Söder auch die Errichtung eines Technologie-Transferzentrums am Standort Waldkraiburg mit dem Schwerpunkt auf biobasierten Materialwissenschaften. „Mit dem neuen Außenstandort können wir unseren hohen Anspruch an Forschung und Lehre noch zusätzlich ausbauen und den Studierenden noch attraktivere Bedingungen bieten“, freute sich Köster. Der gesamte Hochschulstandort gewinne durch die Aufwertung enorm an Bedeutung und Zugkraft. Dabei betont er, dass sich die Einrichtung nicht nur als „Rosenheimer“ Hochschule, sondern mit ihren bald vier Standorten als Hochschule für ganz Südostoberbayern begreift. Entsprechend gehe der Dank an den neuen Umweltminister Dr. Marcel Huber. Der Mühldorfer Abgeordnete hatte sich in den vergangenen Jahren ebenfalls für den Bildungsstandort Südostoberbayern stark gemacht.