Kiefersfelden – Bei Grenzkontrollen auf der A93 bei Kiefersfelden hat die Bundespolizei am Dienstag drei mutmaßliche Schleuser festgenommen. Darüber hinaus hat einer von ihnen gegen das Waffengesetz verstoßen.
In der Nacht zogen die Bundespolizisten einen Pkw mit österreichischer Zulassung aus dem Verkehr. Die Vorarlbergerin am Steuer des Wagens konnte sich ordnungsgemäß ausweisen. Ihre beiden irakischen Begleiter legten Papiere vor, die lediglich den Aufenthalt in Österreich gestatten. Daher wurde den 21 und 27 Jahre alten Männern die Einreise verweigert. Die 29-jährige Österreicherin konnte ihre Heimreise erst antreten, nachdem sie eine Sicherheitsleistung in Höhe von 600 Euro gezahlt hatte. Sie wird sich voraussichtlich schon bald wegen Einschleusens von Ausländern strafrechtlich verantworten müssen.
Ebenfalls auf der Inntalautobahn kontrollierten die Beamten Stunden später die drei Insassen eines Autos mit polnischen Kennzeichen. Fahrer und Beifahrer hatten polnische Ausweise dabei. ein weiterer Mitfahrer verfügte jedoch nicht über die erforderlichen Papiere. Im Wagen fanden die Bundespolizisten zudem einen als Taschenlampe getarnten Elektroschocker sowie ein Reizstoffsprühgerät ohne Prüfzeichen. Beide Gegenstände konnten dem 29-jährigen Fahrer zugeordnet werden.
Zur Sicherung des Strafverfahrens musste der Pole 900 Euro hinterlegen. Erst danach durfte er, genau wie sein 37-jähriger Beifahrer, die Heimreise nach Polen antreten. Beide wurden wegen des Schleusungsversuchs angezeigt. In den Diensträumen der Bundespolizei erklärte der aus Bangladesch stammende Geschleuste, für die geplante Fahrt nach Polen 800 Euro gezahlt zu haben. Da er bei der Befragung keine Schutz- oder Asylgründe anführte, wurde ihm die Einreise verweigert. Der Bangladescher ist den österreichischen Behörden überstellt worden.