Die bei Touristen und Einheimischen gleichermaßen beliebte „Wachtl-Bahn“ – die älteste private Schmalspurbahn Europas – scheint ihrem endgültigen Aus entgegen zu rattern. Zum ersten Mal stand die Museumsbahn, die seit 1991 immer in der Sommerzeit zwischen Kiefersfelden und dem Ort Wachtl in Tirol verkehrte, im Jahr 2016 vor dem Ende. Denn damals stellte der Eigentümer der Bahn, das Südbayerische Portland-Zementwerk mit Sitz in Rohrdorf, den Antrag auf Stilllegung. Dem Antrag stattgegeben wurde vom Bayerischen Verkehrsministerium im Sommer des letzten Jahres. Im Hintergrund standen hohe Sanierungskosten in Höhe von rund 200000 Euro. Die wollte der Eigentümer nicht stemmen. Ein Notfallplan zum Spendensammeln, den der Verein „Museums-Eisenbahn-Gemeinschaft Wachtl“ erarbeitet hatte, ergab immerhin rund 20000 Euro. Doch nach Zwistigkeiten im Verein trat der langjährige Mentor, Spendensammler und Dritte Vorsitzende mit sofortiger Wirkung zurück. Von der Vorstandschaft wurde er daraufhin aufgefordert, Unterlagen zur Bahn sowie alle Schlüssel zurückzugeben. Dieser Aufforderung sei er sofort nachgekommen, erklärte er im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen. Für ihn sei damit das „Kapitel Wachtl-Bahn“ abgeschlossen. Und für die Museumsbahn wohl auch.Foto hoffmann