Eine Allianz gegen die Borkenkäfer

von Redaktion

Jetzt sind regelmäßige Kontrollen von großer Bedeutung – Klimawandel hinterlässt schon Spuren

Rosenheim – Auf Einladung des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Rosenheim trafen sich jetzt Vorstände der Waldbesitzervereinigungen Rosenheim und Wasserburg, die Leiter der Forstbetriebe Wasserburg und Schliersee der Bayerischen Staatsforsten sowie ein Vertreter des Landratsamtes, um sich auf eine gemeinsame Strategie gegen die für heuer wieder zu erwartende Massenvermehrung der Borkenkäfer zu verständigen.

Von höchster Bedeutung ist aus Sicht aller Gesprächsteilnehmer, dass die Waldbesitzer ihre Wälder regelmäßig kontrollieren, um den Borkenkäferbefall der ersten Generation, der angesichts der sommerlichen Witterung in den nächsten Wochen zu erwarten ist, zu erkennen. Die betroffenen Fichten müssen umgehend gefällt und einschließlich Gipfelmaterial aus dem Wald abgefahren oder in mindestens 500 Meter Entfernung zum Wald gelagert werden.

2017 war der Borkenkäfer aufgrund der warmen Witterung bereits in der ersten Aprilwoche aus seinem Winterquartier ausgeschwärmt und hatte sich in zahlreiche Fichten eingebohrt. Wurde dies im Einzelfall übersehen und die Fichten nicht innerhalb von sechs Wochen aus dem Wald entfernt, entstanden große Schäden. Die gegenseitige waldbesitzübergreifende Information ist für erfolgreiche Gegenmaßnahmen besonders wichtig.

Einigkeit bestand auch darin, dass der Klimawandel im Wald bereits seine deutlichen Spuren hinterlässt. Eine konsequente und regelmäßige Waldpflege zur Stabilisierung der vorhandenen Wälder sowie eine Erhöhung der Mischbaumartenanteile seien daher wichtiger denn je.

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