Walther Prokop, Komponist

von Redaktion

Wie würden Sie einem Kind Ihren Beruf erklären?

Als Sohn eines Grafikers hatte ich immer schon ein gutes Verhältnis zu Papier und Bleistift. Ich malte Notenköpfe, Fähnchen und Violinschlüssel und freute mich dann, wenn das Töne und Klänge ergab.

Welchen Traumberuf hatten Sie als Zehnjähriger?

Ich wollte Müllmann werden.

Wie sieht Ihr persönlicher Traum vom Glück aus?

Möglichst lange in der „praestabilierten Harmonie“ leben zu dürfen.

Mit wem würden Sie gern ein Wochenende auf einer einsamen Insel verbringen?

Momentan mit Franz Kafka und Franz Grillparzer.

Über welche Nichtigkeiten können Sie sich ärgern?

Über nicht blinkende Autofahrer und Radler ohne Licht.

000000000000000000000000

Was fällt Ihnen zu den

folgenden Stichwörtern

ein?

000000000000000000000000

Wasser und Brot

Köstlich!

Heimat

Der Inn, der Chiemsee und der Blick von der Kampenwand bis zum Wendelstein.

Alt und Jung

Älter wird man von selber; da genieße ich es, wenn in der Familie sich junges „Gemüse“ tummelt.

Eltern

Auf die bin ich ausgesprochen stolz.

Sieg und Niederlage

Ich begnüge mich mit manchen Schlappen und Erfolgen.

Erste Liebe

Immer noch sehr positiv im Gedächtnis präsent.

Gott

Ich vertraue drauf, dass auch er mich mag.

Grabstein

Wenn‘s sein muss, aber ohne ovales Emaille-Porträt.

Coca-Cola

Nicht unbedingt die dringlichste Option.

Mein Haus, mein Auto, meine Yacht

Ersteres haben wir gottlob vor einem Jahr in Rosenheim gefunden; das Zweite transportiert uns von A nach B, und als drittes genügt mir ein Ruderboot auf dem Hartsee.

Lebensmotto

Ich kann mich da schwer für nur ein Motto entscheiden., Vielleicht: „carpe diem“ – und „…et respice finem“ (Nutze den Tag und bedenke das Ende).

Interview: Rainer W. Janka

———————————————————————————————————————————————————————————————

ZUR PERSON

Walther Prokop, Sohn des Malers und Grafikers Karl Prokop, ist 1946 in Rosenheim geboren, hat am Ignaz-Günther-Gymnasium Abitur gemacht und dann Schulmusik und Komposition bei Franz Xaver Lehner und Wilhelm Killmayer an der Münchner Musikhochschule studiert. Er war bis 2011 Musiklehrer am Gymnasium in Gars und leitete dort den Schulchor. 1981 erhielt er den Förderpreis der Stadt Rosenheim. Jetzt hat er den Sudetendeutschen Kulturpreis für Musik zugesprochen bekommen.

Artikel 1 von 11