Rosenheim – Fortbildungen für Seniorenbeauftragte und der Ausbau der Wohnberatung liegen der Seniorenbeauftragten des Landkreises Rosenheim, Silvia Stock, besonders am Herzen. Das betonte sie in der jüngsten Sitzung des Kreistags, bei der sie ihren Tätigkeitsbericht für die Jahre 2015 bis 2018 vortrug.
Auch das Thema Altersarmut beschäftigt die Seniorenbeauftragte. Als ein Element im Kampf gegen dieses Phänomen kann sich Stock eine unabhängige Beratungsstelle an einem Ort vorstellen, „der auf jeden Fall jenseits des Sozialamtes liegt“. Sie geht davon aus, dass eine große Gruppe der „schämenden Alten“ existiert, die sich nicht melden und den Gang zum Sozialamt scheuen. Sie könnten durch das soziale Netz fallen. Mit einer solchen Beratungsstelle könne man dieser Gefahr entgegensteuern, so Stock.
Ein wichtiger Punkt ist für Stock die Wohnsituation von Senioren. Sie begrüßt, dass Brigitte Neumaier seit April 2017 als Fachkraft für Wohnberatung beim Landratsamt arbeitet. Mit ihrer Hilfe soll es gelingen, mehr Wohnungen seniorengerecht zu gestalten. Auch die Wohnberatung solle Senioren wertvolle Hilfe bei dem Bestreben leisten, ihre Wohnungen seniorengerecht zu gestalten. „Immer nur die Maßnahmen in Angriff nehmen, die gerade notwendig sind“, müsse das Motto sein.
Noch Handlungsbedarf sieht Stock in der nächtlichen Pflege, da die ambulanten Pflegedienste selten Nachtschichten anböten. Auch für „Betreutes Wohnen daheim“ gebe es ihres Wissens nur einen Verein, der diese Aufgabe übernimmt.
Was ihre ehrenamtliche Tätigkeit betrifft, stellt Stock eine Veränderung fest. Die Aufgaben seien „politischer“ geworden. Auch deshalb stehe beispielsweise das Thema „barrierefreie Stadtplanung“ auf der Liste der für 2018 angedachten Fortbildungen.