Für Fortbestand der Fachstelle für Inklusion

von Redaktion

Sachstandsbericht im Kreistag zum Thema Teilhabe – Projekt mit „viel Herzblut“

Rosenheim – „Teilhabe statt Fürsorge.“ Das ist die Kernbotschaft, die der Teilhabeplan vermittelt, den der Kreistag 2013 einstimmig verabschiedete. Diesem Beschluss ging ein eineinhalbjähriger Beteiligungsprozess voraus, bei dem zusammen mit betroffenen Personengruppen nach Möglichkeiten gesucht wurde, behinderten Mitmenschen eine bessere Beteiligung am Alltagsleben zu ermöglichen. Der Plan versteht sich als „Orientierungs- und Handlungsrahmen für alle Beteiligten“, wie es Landrat Wolfgang Berthaler (CSU) bei der jüngsten Kreistagssitzung formulierte. Dort hatte Sozialplaner Jürgen Laupheimer einen Sachstandsbericht über die Weiterentwicklung von Inklusionsmaßnahmen in den Jahren 2014 bis 2017 gegeben.

Laupheimer sprach sich dafür aus, die Beteiligung von Menschen mit Behinderung am Weiterentwicklungsund Beteiligungsprozess im Landkreis noch stärker zu fördern. Die Landkreisverwaltung steuere und koordiniere die Maßnahmen in Abstimmung mit allen Beteiligten. Sie wirke zudem auf die „kontinuierliche und zielgerichtete Umsetzung“ von Maßnahmen hin, die im Teilhabeplan empfohlen werden. Soweit sich Empfehlungen direkt an den Landkreis richten, setze dieser sie Zug um Zug im Rahmen seiner Möglichkeiten um, versicherte Laupheimer. Der Fortbestand der Fachstelle Inklusion am Landratsamt, die zum 1. Januar 2016 ihre Tätigkeit aufgenommen habe, sei unverzichtbar.

Dem Dank von CSU-Fraktionssprecher Felix Schwaller für Laupheimers Arbeit und die der Fachstelle Inklusion schloss sich Kreisrätin Dr. Susanne Kustermann (Bündnis 90/Die Grünen) an. „Da stecken sehr viel Herzblut und Engagement dahinter“, sagte sie in Richtung Verwaltung. Sie begrüßte, dass die Steuerungsgruppe weiter besteht, die an der Erstellung des Teilhabeplans einst mitwirkte und auch den aktuellen Prozess begleitet.

Werner Gartner (SPD) bemängelte, dass die Inklusion an Schulen „nicht so recht vorankommt“. Als positives Gegenbeispiel nannte Berthaler die Inntalschule in Niederaudorf als „Vorzeigeschule“ und „Leuchtturmprojekt in Sachen Inklusion“. Oberaudorfs Bürgermeister Hubert Wildgruber (CSU) stimmte dem Landrat zu und plädierte zusammen mit Berthaler für Anschauungsunterricht vor Ort. „Die Kreisräte sollten die Schule unbedingt einmal besuchen.“

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