Den ganzen Tag nur grasen, unberührte Natur, so weit das Auge reicht – das Leben als Almvieh wurde einem Jungrind dennoch bereits Stunden nach dem Auftrieb am Samstag zu langweilig. Wie die Freiwillige Feuerwehr Flintsbach mitteilt, bestieg das abenteuerlustige Tier ein Baugerüst, das an einer Brücke an der Sudelfeldstraße befestigt ist. „Das Gerüst grenzt an die Weide an, auf der das Rind gehalten wurde, und war nicht gesichert“, sagt Kommandant Jörg Benkel. Auf dem Gerüst bekam es das Jungtier wohl mit der Angst zu tun, wurde panisch und stürzte schließlich zwei Etagen in die Tiefe. Weil vor ihm eine etwa fünf Meter lange Lücke im Gerüst klaffte, konnte das Tier nicht mehr weiter. Wanderer verständigten Polizisten, die unweit von der Brücke Geschwindigkeitskontrollen durchführten. Wenig später, gegen 19 Uhr, kamen etwa zwei Dutzend Helfer der alarmierten Feuerwehren Flintsbach und Degerndorf hinzu. Mittels einer Behelfsbrücke und unter Absturzsicherung schlossen sie die Lücke im Gerüst. Der Landwirt führte sein nahezu unverletztes Tier schließlich von der Brücke. „Er war sehr dankbar“, sagt Benkel. Foto Feuerwehr Flintsbach