Kufstein – Eigentlich sollte das Kufstein-Musik-Festival bereits 2017 Premiere feiern. Kurzfristig kam das Aus. Als Grund wurde offiziell die ungünstige Wettervorhersage genannt, hinter vorgehaltener Hand wurde aber von einem schleppenden Kartenvorverkauf gesprochen.
Nun gab es einen zweiten Anlauf: Freitag und Samstag stand die Festung Kufstein im Zeichen der jungen und neuen Volksmusik: Insgesamt acht Bands traten auf. Den Auftakt machte „Folkshilfe“, die ihr Genre selbst als „Quetschn-Synthi-Pop“ bezeichnet. Mit eingängigen Melodien und Texten zum Mitsingen begeisterten sie die Besucher. Je später der Abend, desto ausgelassener die Stimmung. Bei dem Auftritt der Band „Granada“ tanzte das überwiegend junge Publikum ausgelassen mit. In einer Polonaise ging es dann quer durch die gesamte Arena. Höhepunkt des Programms am Freitag war der Auftritt der Münchner Rapperin Nina „Viva“ Sonnenberg, die zurzeit mit der 20-köpfigen Münchner „Jazzrausch Bigband“ auf Tour ist.
Das Programm am Samstag, unter anderem mit Haindling und den Cubaboarischischen, richtete sich dann etwas mehr an die ältere Generation. Rund die Hälfte der Besucher kam an beiden Tagen aus dem Landkreis Rosenheim. Die Stimmung war dabei überragend. „Haindling“ fasste dabei mehrmals seine zahlreichen Hits zu Medleys zusammen. Ebenso mitreißend: die Cubaboarischen mit ihrem einzigartigen Mix aus bayerischer und kubanischer Volksmusik. Da konnte sich kaum jemand still halten.
Obwohl sich die Zahl der Besucher besonders am Freitag in Grenzen hielt, zeigte sich Veranstalter Peter Rutz vom Audite-Nova-Musikmanagement mit dem Verlauf der Veranstaltung insgesamt zufrieden. „Für das erste Mal war das sehr gut“, meinte er. In den kommenden Jahren soll das Kufstein-Musik-Festival ausgebaut werden: „Geplant sind verschiedene Themen-Wochenenden.“