Entwicklung der Arbeitslosigkeit

Die niedrigsten Werte in diesem Jahr

von Redaktion

Der Rückgang der Arbeitslosigkeit in der Stadt und im Landkreis Rosenheim setzt sich weiter fort. Im Mai lag die Quote in der Stadt bei 3,9 Prozent, im Landkreis bei 2,1 Prozent. Es sind die niedrigsten Werte in diesem Jahr, wie die Agentur für Arbeit in Rosenheim in ihrem aktuellen Arbeitsmarktbericht ausführt.

Rosenheim – Ein Blick auf die Zahlen löst bei Michael Vontra, dem stellvertretenden Leiter der Behörde, Freude aus. Er spricht von einer „immer besseren Lage auf dem Arbeitsmarkt“. Die Mai-Daten bedeuten für die Stadt Rosenheim einen Rückgang der Beschäftigungslosigkeit von 0,2 Prozentpunkten im Vergleich zum April. Im Mai 2017 lag die Arbeitslosigkeit hier noch bei 4,5 Prozent. Einen nochmaligen Rückgang registriert die Arbeitsagentur auch im Landkreis. Hier betrug die Quote im Vormonat 2,2 Prozent, im Mai 2017 2,3 Prozent.

Eine Tendenz, die übrigens für den gesamten Agenturbezirk gilt, zu dem neben der Stadt und dem Landkreis Rosenheim noch die Landkreise Miesbach und Bad Tölz-Wolfratshausen gehören. Im Berichtszeitraum vom 12. April bis 14. Mai waren hier 6886 Personen ohne Job, 402 weniger als noch im April.

Die aktuelle Arbeitslosenquote liegt hier bei 2,3 Prozent – ein „historisch niedriger Wert“, wie die Agentur für Arbeit betont. Im Vormonat wurde sie mit 2,5 Prozent angegeben. Im Mai 2017 waren es 2,6 Prozent. „Der Wert liegt im Monat Mai erstmals seit 1992 unter der 7000er-Marke“, weiß Vontra.

Besonders erfreulich aus Sicht des stellvertretenden Amtsleiters: Bei allen Personengruppen, auch bei den Langzeitarbeitslosen, ist im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen. Am deutlichsten ist das Minus laut Agentur bei der Gruppe von Jobsuchenden unter 25 Jahren (Rückgang um 22,4 Prozent) sowie bei den Ausländern (Rückgang um 12,1 Prozent).

Dennoch weist Vontra auch darauf hin, dass es nach wie vor Jobsuchende gibt, die von der positiven Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt nicht profitieren. So gebe es Arbeitnehmer oder Selbstständige, die nicht genug verdienen, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Dazu zählten besonders häufig Menschen, die im Einzelhandel, im Hotel- und Gaststättengewerbe, als Transport- und Lagerarbeiter sowie als Reinigungskraft tätig sind.

1200 offene Stellen gemeldet – 950 davon sofort zu besetzen

Die Dynamik, die der heimische Arbeitsmarkt derzeit aufweist, wird auch mit Blick auf die offenen Stellen deutlich. 1200 wurden im Mai im Agenturbezirk gemeldet. Davon sind 1140 sozialversicherungspflichtig, 950 sind sofort zu besetzen. Aktuell gibt es 4970 offene Stellen im Agenturbezirk. Was den Ausbildungsmarkt betrifft, sind derzeit noch 1310 junge Menschen registriert, die eine Lehrstelle suchen. Ihnen stehen 1610 Ausbildungsplätze gegenüber, die noch unbesetzt sind.

Artikel 9 von 11