Landratsamt

Ehrenamtliche Helfer überall gesucht

von Redaktion

Bürgerhilfen melden weiteren Redebedarf an

Rosenheim/Landkreis – Das Thema Öffentlichkeitsarbeit und die Präsentation der ehrenamtlichen Wohnberatung standen auf der Tagesordnung eines Treffens von Vertretern von Bürgerhilfen, Nachbarschaftshilfen und Helferkreisen im Rosenheimer Landratsamt. In der Runde wurde aber auch deutlich, dass über die vorgegebenen Themen hinaus ebenfalls akuter Redebedarf besteht.

In Vertretung von Landrat Wolfgang Berthaler würdigte der Abteilungsleiter Jugend, Familie, Soziales und Kommunales, Dr. Manuel Diller, das Treffen als wichtige Netzwerkarbeit. Der Sozialplaner im Rosenheimer Landratsamt, Jürgen Laupheimer, moderierte den Abend und nahm eine ganze Reihe von Themen mit, die in weiteren Netzwerktreffen bearbeitet werden sollen. Für Verunsicherung unter den Beteiligten sorgt nicht zuletzt die EU-Datenschutzverordnung. Vor allem die Frage nach dem Umgang mit persönlichen Daten bewegt die Vertreter von Bürger- und Nachbarschaftshilfen. Auch die Grenzen zwischen ehrenamtlicher Hilfe und Konkurrenz zu Firmen wurde intensiv diskutiert.

Ein Dauerthema bleibt die Mobilität von Senioren und Menschen mit Behinderungen. Nicht in jeder Gemeinde existieren Angebote mit Lösungen zur Frage, wie Menschen ohne Fahrzeug zum Arzt oder zum Einkaufen kommen. Daher war das Interesse an gelungenen Lösungen von Fahrdiensten groß. Ein Problem haben offenbar alle in der Nachbarschaftshilfe tätigen Vereine und Organisationen: ausreichend ehrenamtliche Helfer zu finden.

Ein wichtiger Aspekt kann in diesem Zusammenhang eine gelungene Öffentlichkeitsarbeit sein. Der Unternehmens- und Vereinsberater Michael Blatz schlug einen großen Bogen von der gelungenen Pressemitteilung über die Kontaktpflege zu den Redaktionen, die Beachtung der Bildrechte, die große Bedeutung einer aktuellen Internetseite, die Nutzung sozialer Medien bis hin zu gelungenen Aktionen.

Brigitte Neumaier stellte das Angebot der Wohnberatung vor. Die Referentin leitet im Landratsamt die Fachstelle Wohnberatung und kümmert sich aktuell um rund 30 ehrenamtliche Wohnberater in den Gemeinden des Landkreises. Sie bieten eine kostenlose und unverbindliche Beratung vor Ort an. Ziel des Formats ist es, dass sowohl Senioren als auch Menschen mit Behinderungen so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden selbstständig leben können. re

Artikel 11 von 11