Leistungsschau und Neuwahlen

von Redaktion

Rosenheimer Malteser feiern ihr 40-jähriges Bestehen – Festgottesdienst in der Nikolauskirche

Rosenheim – Seit 40 Jahren engagiert sich der Malteser Hilfsdienst (MHD) in der Stadt und im Landkreis Rosenheim. Jetzt feierte er mit einem großen Johannifest in Rosenheim Geburtstag (wir berichteten kurz). Unter anderem wartete die Hilfsorganisation mit einer imposanten Leistungsschau auf dem Gelände der ehemaligen Landesgartenschau auf. Bei dieser Präsentation, die nach Malteser-Angaben zahlreiche Besucher anlockte, waren auch Polizei, Feuerwehr, THW und Rotes Kreuz mit von der Partie.

Im Mittelpunkt stand am Nachmittag zunächst die Diözesan-Delegiertenversammlung im Malteserhaus. Bei den Wahlen wurde Stephanie Freifrau von Freyberg zur Diözesanleiterin bestimmt, ihr Stellvertreter ist Franz Graf Basselet de la Rosée. Als Diözesanoberin fungiert Christiane Gräfin Ballestrem, ihre Stellvertreterin ist Stephanie Gräfin von Waldstein. Als Vertreter des Diözesancaritasverbandes fungiert Georg Falterbaum, als Diözesanseelsorger Prälat Josef Obermaier. Diözesangeschäftsführer ist Christoph Friedrich, zur Jugendsprecherin wurde Caroline Puchstein gewählt.

Das Jubiläum wurde auch mit einem feierlichen Gottesdienst begangen. Beim Kirchenzug fanden sich neben den Gastgebern auch Abordnungen der Malteser aus München, Garmisch-Partenkirchen, Erding, Traunstein, des Technischen Hilfswerks Rosenheim sowie der Feuerwehren Rosenheim, Kolbermoor und Rott. In seiner Predigt in der Nikolauskirche wies Diözesanseelsorger Domkapitular Prälat Josef Obermaier auf die Anfänge der Malteser und deren Wandel von der Spitalbruderschaft zum geistlichen Ritterorden hin. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts sei diese Organisationsstruktur im Wesentlichen unverändert geblieben. Der Johanniterorden lasse sich als erste übernationale Gemeinschaft Europas bezeichnen, so der Prälat. Damals habe es keine Krankenhäuser gegeben. Wer sich keinen Privatarzt leisten konnte, musste sehen, wie er zurechtkam. Meister Gerhard sei es gewesen, der dazu aufrief, nicht nur für Reiche da zu sein, sondern auch für die Armen, die sonst auf der Straße sterben. Obermaier in der vollen Nikolauskirche: „Das ist unser Erbe.“

Bei der Geburtstagsfeier im Ballhaus stand auch die Berufung des Nachfolgers von Hans Kerschbaumer, Guido von Rohr, auf der Tagesordnung. Diözesanleiterin Stephanie Freifrau von Freyberg überreichte ihm zusammen mit dem kommissarischen Bereitschaftsleiter Horst Rapphahn die Berufung zum neuen Kreisbeauftragten. Rosenheims Vizebürgermeister Anton Heindl gratulierte ihm im Namen der Stadt und dem Landkreis Rosenheim und wünschte Guido von Rohr für die kommenden Aufgaben immer eine glückliche Hand.re

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