Kiefersfelden – Die Bundespolizei hat am Wochenende mehrere indische Staatsangehörige an der Grenzkontrollstelle bei Kiefersfelden festgenommen. Einer von ihnen versuchte, die Beamten über seine Identität zu täuschen – aus gutem Grund. Nach ihm wurde gefahndet, jetzt sitzt er in Untersuchungshaft. Am Sonntagabend überprüften die Polizisten die Insassen eines Busses. Für einen 52-jährigen Inder, der ohne Dokumente unterwegs war, endete die Fahrt. Er musste in die Dienststelle der Bundespolizei nach Rosenheim. Dort hat sich erst beim Abgleich der Fingerabdrücke herausgestellt, dass er gleich wegen mehrerer Delikte von der Staatsanwaltschaft Stuttgart gesucht wurde. Zuvor hatte der Mann falsche Personalien angegeben. Den Fahndungsnotizen zufolge war er wegen Diebstahls zu mehreren Geldstrafen von insgesamt rund 900 Euro verurteilt worden. Ersatzweise hatte das Gericht 90 Tage Haft vorgesehen. Der Inder konnte zwar die geforderte Summe aufbringen, aber den drohenden Gefängnisaufenthalt trotzdem nicht verhindern. Im Herbst 2017 hatte er zum wiederholten Mal wegen Diebstahls vor Gericht gestanden und eine Freiheitsstrafe von drei Monaten erhalten. Die Bundespolizisten brachten den Mann in die Justizvollzugsanstalt Bernau. Ebenfalls auf der Inntalautobahn wurde ein 41-jähriger Fahrzeugführer kontrolliert. Dieser konnte sich mit seinem indischen Reisepass und einer italienischen Aufenthaltserlaubnis ordnungsgemäß ausweisen. Seine beiden Begleiter hingegen hatten jedoch nicht die erforderlichen Einreisepapiere dabei. Die Bundespolizei verweigerte den 37 und 38 Jahre alten Indern die Einreise nach Deutschland. Sie wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen den österreichischen Behörden überstellt. Gegen ihren Fahrer laufen Ermittlungen wegen Einschleusens von Ausländern.