Buch erinnert an Besuch des Bundespräsidenten

von Redaktion

Äbtissin Johanna vom Kloster Frauenwörth und Vertreter der Björn-Schulz-Stiftung bei Präsentation dabei

Gstadt/Berlin – Am 27. April vergangenen Jahres besuchte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den Landkreis Rosenheim und machte mit seiner Frau Elke Büdenbender auch eine Stippvisite beim IrmengardHof der Björn-Schulz-Stiftung in Gstadt, ein Erholungs- und Nachsorgehaus für Familien mit schwerkranken Kindern. Jetzt wurde in Berlin ein Dokumentationsband veröffentlicht, der die Eindrücke von Steinmeiers Reisen nach Bayern und in die anderen Bundesländer unter dem Titel „Stimmen der Demokratie“ auf 144 Seiten zusammenfasst. Wie berichtet, hatte der Bundespräsident kurz nach seiner Amtseinführung mit dem Besuch aller deutschen Bundesländer begonnen und war deshalb auch in den Landkreis Rosenheim gekommen.

In dem Bildband sind auf mehreren Seiten auch die Begegnungen im Chiemgau und am Irmengard-Hof festgehalten. Zur Buchvorstellung in Schloss Bellevue waren rund 100 ausgewählte Personen eingeladen, denen der Bundespräsident und seine Frau bei ihren Reisen begegnet waren. Als Repräsentanten für den Freistaat Bayern waren Äbtissin Johanna vom Benediktinerinnenkloster Frauenwörth, zu dem der Irmengard-Hof ehedem als Klostergut gehörte, und die Schirmherrin des Irmengard-Hofs, Magdalena Neuner, sowie für die Björn- Schulz-Stiftung Bärbel Mangels-Keil als Vorstand eingeladen. „Die mediale Aufmerksamkeit, die meinem Amt zuteil wird, soll denen zugute kommen, die sonst eher im Schatten stehen“, sagte Steinmeier in seiner Rede, in der er die Geladenen ermutigte, in ihrem gesellschaftlichen Engagement nicht nachzulassen.

„Für die Björn-Schulz-Stiftung ist es eine große Ehre, heute hier dabei sein zu dürfen“, sagte Neuner. Im Gespräch mit Frank-Walter Steinmeier erläuterte die Biathlon-Weltmeisterin und Olympiasiegerin die Beweggründe für ihren Einsatz: „Der Irmengard-Hof war von Anfang an eine Herzensangelegenheit für mich. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie es Familien geht, in denen ein beeinträchtigtes Kind aufwächst. Da gibt es nicht viele Orte, an denen man sich erholen kann.“

Die Björn-Schulz-Stiftung begleitet und betreut Kinder sowie junge Menschen, die lebensbedrohlich oder lebensverkürzend erkrankt sind, und ihre Familien seit mehr als 20 Jahren in ambulanten Diensten in Berlin und Brandenburg sowie stationär im Kinderhospiz Sonnenhof in Berlin. Am Chiemsee und auf Sylt stehen je ein Haus zur Erholung und Nachsorge zur Verfügung.

„Es ist ermutigend, dass sich so viele Menschen für unsere Gesellschaft engagieren“, sagte Äbtissin Johanna nach der Veranstaltung, bei der Menschen aus den verschiedensten Organisationen und Einrichtungen zu Wort kamen. „Durch das großartige Projekt der Deutschlandreise des Bundespräsidenten und seiner Frau, die Aufbereitung der vielen Initiativen in einer Publikation und diese Veranstaltung erfährt auch die Arbeit, die Stiftungen für die Gesellschaft leisten, eine große Wertschätzung“, freute sich Stiftungsvorstand Bärbel Mangels-Keil.re

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