Fotovoltaik auf meinem Dach?

von Redaktion

Solarkataster für Stadt und Landkreis Rosenheim bietet neutrale Erstinformation in 17 Kommunen

Rosenheim – Lohnt sich eine Fotovoltaik- oder Solarthermieanlage auf meinem Dach? Wie viel Geld kann ich damit sparen? Antworten auf diese und weitere Fragen liefert das neue Solarkataster für die Stadt und den Landkreis Rosenheim. Hausbesitzer können sich informieren, ob und in welchem Umfang die Nutzung von Solarenergie auf dem eigenen Dach möglich ist. Derzeit sind die Gebäude von 17 Landkreiskommunen sowie der Stadt Rosenheim im Solarkataster vertreten. Geht es nach den Verantwortlichen, soll diese Zahl weiter wachsen.

Das Solarkataster ist ein gemeinsames Projekt von Stadt und Landkreis Rosenheim, den 17 beteiligten Landkreiskommunen, der Wirtschaftsförderung des Landkreises Rosenheim, der Initiative Energiezukunft Rosenheim sowie der Hochschule Rosenheim. Vier einfache Schritte zeigen, ob sich eine Anlage auf dem eigenen Dach lohnt, was sie kostet und wie wirtschaftlich sie arbeitet. „Die Grundlagen dafür stammen aus den Geodaten des Bayerischen Landesamtes für Vermessung“, erklärte Martin Korndörfer, Klimaschutzmanager der Stadt Kolbermoor bei der Präsentation im Rosenheimer Landratsamt. „Sie zeigen genau, ob ein Baum oder ein nebenstehendes Gebäude einen Schatten auf das betreffende Dach wirft.“

Aufgrund dieser Daten ermittelt das System die beste Position für Fotovoltaik- und Solarthermie-Paneele, errechnet den Wirkungsgrad, die Einsparung für den eigenen Geldbeutel und auch die Kosten für die Anlage und ein Modell zur Abzahlung.

„Zwar ist die staatliche Förderung seit den 2000er- Jahren deutlich geringer geworden, dennoch ist Solarenergie immer noch eine gute Anlage“, sagt Richard Weißenbacher von der Wirtschaftsförderung des Landkreises Rosenheim. „Zum einen sind die Anschaffungskosten deutlich gesunken. Zum anderen gibt es durch die Neuentwicklungen bei den Stromspeichern und die Elektromobilität deutlich mehr Möglichkeiten, die eigene Energie zu verbrauchen.“

Laut Professor Dominikus Bücker von der Hochschule Rosenheim müsse man bei der Energiewende auf Eigeninitiative setzen: „Das Solarkataster ist etwas Konkretes, das wir dem Bürger mit an die Hand geben können. Es ist eine neutrale Erstinformation, ohne gleich ins Verkaufsgespräch zu gehen.“

Das Solarkataster ist im Internet unter www.solarkataster-rosenheim.de abrufbar. re

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