Große Mehrheit für Streckenausbau

von Redaktion

Bahn gibt repräsentative Umfrage bei Forsa in Auftrag – 1501 Befragte

Rosenheim/ Inntal – Hat die teilweise harsche Kritik von einigen Bürgermeistern und Sprechern von Bürgerinitiativen die Bahn doch mehr verunsichert als gedacht?

Doch von Unsicherheit war bei der gestrigen Pressekonferenz gar nichts zu spüren. „Wir fühlen uns durch die Ergebnisse der Forsa-Umfrage bestätigt“, erklärte Torsten Gruber, DB-Projektleiter für Bayern. Denn eine riesige Mehrheit, rund 78 Prozent der Befragten, habe sich für das Bahn-Projekt Brenner-Nordzulauf ausgesprochen. Es sei ein wichtiger Beitrag zur Lösung der Verkehrsprobleme, hätten die Befragten angegeben.

1501 Personen seien telefonisch zwischen dem 11. Mai und 8. Juni befragt worden. 1294 Bürger seien aus dem erweiterten und dem gemeinsamen Planungsraum von Kiefersfelden bis Rosenheim, von Tuntenhausen bis Samerberg und Vogtareuth um ihre Meinung gebeten worden, 207 im Tiroler Gebiet von Ebbs, Langkampfen und Kufstein.

Die Umfrage sei repräsentativ, erklärte bei der Pressekonferenz Dr. Peter Matuschek vom Forsa-Instutut in Berlin. Die hohe Anzahl der Befragten machten die Ergebnisse der Umfrage „sehr sicher“. Denn bei der sogenannten „Sonntagsfrage“, also die Frage, „wenn am nächsten Sonntag gewählt würde“, würden durch das Meinungsforschungsinstitut deutschlandweit „nur“ rund 2500 Bürger befragt.

Interessant: Von den 78 Prozent der befragten Bürger sind sich laut Forsa auch 86 Prozent ihrer Meinung „sehr“ oder „eher sicher“. Man könnte also herauslesen, dass eine überwiegende Mehrheit im Inntal sich zum Thema Bahntrasse bereits eine feste Meinung gebildet hat und den Ausbau wünscht.

In Tirol ist dieses Ergebnis noch deutlicher. Hier sind 94 Prozent für den Ausbau, 85 Prozent geben an, sich in diesem Punkt „sicher“ und „sehr sicher“ zu sein.

Aus Sicht von Matuschek erfreulich: 83 Prozent der Befragten haben von dem Projekt bereits gehört. „Das ist ein sehr hoher Wert“, so der Meinungsforscher. Gleichzeitig zeige dies auch, dass ein Interesse daran bestehe.

Entscheidend für die Zustimmung zum Ausbau der Trassen sei die hohe Unzufriedenheit mit dem Lkw-Verkehr. Auf der Liste der Ärgernisse oben stehen Staus und Verkehrsbehinderungen (84 Prozent), gefolgt von Abgasen (68 Prozent) und Lärm (48 Prozent). Spannend sind die Unterschiede in der Bewertung in Tirol und Bayern. Laut Umfrage ist der größte Unterschied im …

Fortsetzung Seite 14

Artikel 8 von 11