Große Mehrheit…

von Redaktion

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… Bereich Abgase. Die Bürger in Ebbs, Kufstein und Langkampfen bewerten mit 84 Prozent das Thema Abgase als wesentlich störender als ihre bayerischen Nachbarn. Hier wird ein Wert von 68 Prozent erreicht.

Relativ nah beieinander liegen die Bewertungen bei Lärm (66 Prozent in Tirol, 56 Prozent in Bayern) und Stau (84 Prozent in Bayern, 93 Prozent in Tirol).

Kritisch äußerten sich die Bürger in puncto Informationspolitik. Während sich offensichtlich die Befragten von Zeitungen und Infos aus Stadt und Gemeinde gut informiert fühlten und diese Medien für teilweise sehr wichtig hielten, werden Infobroschüren, Infoveranstaltungen und auch das Infobüro der Bahn für „eher nicht wichtig“ bis „gar nicht wichtig“ gehalten. Interessant: Soziale Netzwerke wie Facebook oder Youtube kommen sehr schlecht weg. 36 Prozent der Befragten haben angegeben, dass ihnen diese Infoschiene „überhaupt nicht wichtig“ ist.

Kritisch bei der Nase nimmt sich hier die Bahn selbst. „Wir werden diese Ergebnisse sehr ernst nehmen. Und wir werden unsere Hausaufgaben machen“, so Torsten Gruber. Viele der Befragten wünschten sich mehr detaillierte Informationen. „Dem werden wir nachkommen. Wir müssen noch näher an die Menschen“, so Gruber.

Positiv und „sehr wichtig“, so das Ergebnis der Umfrage, ist den Menschen der Dialog zur Bahnstrecke. 75 Prozent stimmen „voll“ zu, weitere 19 Prozent stimmen „eher zu“.

78 Prozent glauben, dass die Region insgesamt von einer modernen Bahn-Infrastruktur profitiert, und 38 Prozent meinen, dass der Ausbau für die Trasse zu viel Fläche verbrauchen wird.

Martin Schmid, Sprecher der Initiative Inntal, erklärte zur Umfrage: „Am Ergebnis kann ich in erster Linie erkennen, dass sich die Bürger mehr Informationen zu den Streckenführungen wünschen. Bei den weiteren Fragen hätte auch ich geantwortet, dass ich den Lkw-Verkehr belastend finde, dass ich Staus und Verkehrsbehinderungen störend empfinde und dass sich am Güterverkehr im Inntal etwas ändern solle. Für bedenklich halte ich es aber, wenn die Bahn behauptet, die Mehrheit sei für eine neue Bahnstrecke, aber die Frage explizit lautete, ob man für einen „Ausbau“ der Eisenbahnstrecke sei. 15000 von den Bürgerinitiativen gesammelte Unterschriften dagegen sprechen für sich.“

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