Nach den Bauarbeiten ist vor den Bauarbeiten

von Redaktion

Oberleitungssanierung auf der Bahnstrecke München-Rosenheim ab Montag beendet – Weitere Maßnahmen während der Ferien

Rosenheim/Traunstein – Gut zweieinhalb Monate lang herrschte auf der Bahnstrecke zwischen München und Rosenheim nur eingleisiger Betrieb. Wie berichtet, hatte die DB Netz AG die Oberleitungen erneuert, die zum Teil noch aus den 30er- Jahren stammen. Dazu mussten etwa 350 neue Masten mit Auslegern sowie rund 30 Kilometer Fahrdraht und Tragseil installiert werden. Kostenpunkt: rund 7,9 Millionen Euro.

Was für Pendler auf der Strecke zunächst mit negativen Auswirkungen verbunden war – sie mussten zum Teil Verspätungen und Schienenersatzverkehr hinnehmen –, soll mittel- bis langfristig positiven Einfluss auf die Störungsanfälligkeit der Infrastruktur nehmen. Laut Planung soll auf der Strecke nun ab Montag, 6. August, wieder regulärer Betrieb herrschen. Diese Frist scheint die DB Netz AG einhalten zu können. „Mir ist jedenfalls nichts Gegenteiliges bekannt“, sagt ein Bahnsprecher auf Nachfrage der OVB-Heimatzeitungen.

Zurück zur Normalität auf besagter Strecke? Nicht ganz. Von Montag, 6. August, 0.30 Uhr, bis Samstag, 11. August, 4.30 Uhr, verkehren alle Fernzüge zwischen München und Rosenheim als Pendelzüge, deren Fahrzeiten auf den Schienenersatzverkehr (SEV) abgestimmt sind. Denn zwischen Rosenheim und Kufstein müssen Fahrgäste auf Busse im SEV umsteigen. Grund für diese Maßnahmen sind Brückenarbeiten in Raubling und Kiefersfelden. Das geht aus einem Schreiben der DB an unsere Zeitung hervor. Detaillierte Informationen sind im Internet unter www.bahn.de abzurufen. Wie bereits berichtet, ist ab Montag, 6. August, auch die Mangfalltal-Strecke bis Ende des Monats gesperrt.

Auch auf anderen Strecken werden nun, da sich das Fahrgastaufkommen aufgrund der Ferienzeit deutlich reduziert, Arbeiten durchgeführt. Wegen Felssanierungen und Bahnsteigerneuerung zwischen Siegsdorf und Ruhpolding entfallen von Montag, 6. August, bis einschließlich Donnerstag, 6. September, alle Regionalzüge zwischen Traunstein und Ruhpolding. Darauf hat die Südostbayernbahn (SOB) jetzt hingewiesen. Die Verbindungen werden durch Busse im Schienenersatzverkehr (SEV) ersetzt. Diese halten nach SOB-Angaben an den bekannten SEV-Haltestellen. Der Fahrplan zwischen den Bahnhöfen Traunstein und Ruhpolding wurde an die Anschlusszüge in Traunstein angepasst. Da sich die Reisezeiten jedoch nach DB-Angaben auch kurzfristig ändern können, werden alle Fahrgäste gebeten, sich vorab im Internet unter www.bahn.de über den aktuellen Fahrplan zu informieren. aez/bhu

Artikel 5 von 11