Nach Vergewaltigung am Freitag

Polizei nimmt zwei Verdächtige fest

Asylbewerber (27 und 30) aus Somalia sitzen in Untersuchungshaft – Zeugenhinweis war entscheidend

von bastian huber

Rosenheim – Nicht einmal 72 Stunden, nachdem bekannt wurde, dass eine junge Frau in Rosenheim von zwei Männern vergewaltigt worden war (wir berichteten), heißt es Aufatmen: Die mutmaßlichen Täter, zwei Somalier, die als Asylbewerber in der Region wohnen, sind gefasst. Das teilte das Polizeipräsidium Oberbayern Süd gestern Nachmittag mit. Der Ermittlungsrichter hat wegen des Tatvorwurfs der gemeinschaftlichen Vergewaltigung und der gefährlichen Körperverletzung Haftbefehle erlassen. Die beiden 27 und 30 Jahre alten Männer sitzen bereits in verschiedenen Justizvollzugsanstalten in Untersuchungshaft.

Oberstaatsanwalt Gunther Scharbert von der Staatsanwaltschaft Traunstein spricht von einem „bedeutsamen ermittlungstechnischen Erfolg der Strafverfolgungsbehörden“. Derartige Sexualstraftaten seien im höchsten Maße persönlichkeits- und sozialschädlich und verletzten nachhaltig die körperliche und seelische Integrität der Opfer. „Daher wird es der Staatsanwaltschaft ein besonderes Anliegen sein, dass das Verfahren zeitnah und mit einem angemessenen Ergebnis abgeschlossen wird“, sagt Scharbert.

Wie berichtet, hatte sich das Verbrechen am vergangenen Freitag gegen 2 Uhr morgens in der Gabelsbergerstraße ereignet. Das Opfer, eine Frau Mitte 20 aus Rosenheim, war nach einem Lokalbesuch zu Fuß auf dem Heimweg gewesen, als zwei Männer hinzukamen. Die beiden zogen die Rosenheimerin in eine Hofeinfahrt, wo sie sie entkleideten und anschließend gemeinschaftlich brutal vergewaltigten. Bei der Polizei war das Verbrechen an der Frau am Samstagabend bekannt geworden.

In der eigens eingerichteten Ermittlungsgruppe „Gabel“ arbeiteten zehn Beamte mit Hochdruck und mit Unterstützung durch weitere Polizeieinheiten an der Aufklärung.

Die sofort eingeleiteten Ermittlungen ergaben Hinweise auf zwei Personen. Am Dienstagnachmittag erhielt die Kripo dann den entscheidenden Zeugenhinweis, der schließlich zur Festnahme des 27-jährigen Gesuchten in der Rosenheimer Innenstadt führte. Details hierzu gab die Polizei nicht bekannt. Nur wenige Stunden später ging dann der zweite Tatverdächtige ins Netz. Der 30-Jährige befand sich in einem Fachklinikum in Wasserburg, wohin er am Dienstag eingeliefert worden war. Warum, ist ebenfalls offen.

Neben der Ermittlungsgruppe der Kripo wegen ihrer „hochprofessionellen Arbeit“ und den maßgeblich beteiligten Dienststellen der Schutzpolizei dankte Polizeipräsident Robert Kopp auch dem Zeugen, dessen Hinweis zur Festnahme von einem der beiden mutmaßlichen Täter führte. Zwar könne man das Verbrechen nicht ungeschehen machen. „Aber die Bürger in Rosenheim und im gesamten südlichen Oberbayern können sich darauf verlassen, dass wir alle uns zur Verfügung stehenden Mittel einsetzen, um solch schwere Straftaten aufzuklären“, versicherte Kopp.

Montag, 13. Juli 2026
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