Waldbrand am Schwarzenberg

Löscharbeiten dauern weiter an

von Redaktion

Kreisbrandrat Richard Schrank geht davon aus, dass sich die Löscharbeiten am Schwarzenberg in der Gemeinde Kiefersfelden, wo seit Tagen ein etwa zehn Hektar großes Waldstück brennt (wir berichteten), noch einige Zeit hinziehen. Die Einsatzkräfte hätten die Lage jedoch unter Kontrolle.

Kiefersfelden – Es war am Sonntag gegen 15.30 Uhr, als die Hoffnung schmolz, den Löschtrupps könnte es am Samstag zuvor gelungen sein, die Flammen in dem steilen Berggelände endgültig zu ersticken. Mehrere Zeugen meldeten zu diesem Zeitpunkt erneut eine starke Rauchentwicklung am Berghang. Der Kampf gegen die Glutnester begann von vorne. Feuerwehr, Bergwacht und die Besatzungen von Hubschraubern, die im Einsatzgebiet Löschwasser ausbrachten, mussten ihre Arbeit wieder aufnehmen. „Allein am Sonntag haben wir etwa 200000 Liter Löschwasser auf dem glimmenden Torfboden verteilt“, weiß der Kreisbrandrat.

Die wesentlichen Säulen der Brandbekämpfung bleiben auch in den nächsten Tagen unverändert. Gesichert von Helfern der Bergwacht, rücken Kräfte der Feuerwehr dem Glimmbrand weiter vom Boden aus zu Leibe; zusätzliches Löschwasser aus der Luft soll den Brand ersticken helfen; regelmäßige Überwachungsflüge sollen der Einsatzleitung kontinuierlich die neuesten Erkenntnisse über die Situation am Berg liefern. Vorrangiges Ziel laut Kreisbrandrat: eine Ausweitung des Brandes unbedingt zu vermeiden.

Am Montag waren neben Hubschrauberbesatzungen etwa 60 Helfer der Feuerwehren Kiefersfelden und Mühlbach sowie der Bergwacht mit den Löscharbeiten beschäftigt – deutlich weniger als in den Vortagen. Ihnen zollt Schrank „höchsten Respekt“.

Großen Dank spricht ihnen auch Evi Gruber, Almerin von der nahegelegenen Ramsauer Hütte, aus, die zeitweise evakuiert werden musste. „Das Engagement, das sie unter schwierigsten Bedingungen an den Tag gelegt haben, ist bewundernswert“, sagt Gruber. Als der Waldbrand ausbrach, befand sie sich in Assisi. Wenn sie deswegen ihre Wallfahrt auch vorzeitig abbrechen musste, so ist die Almerin dennoch fest davon überzeugt, dass ihre Gebete zum heiligen Franz von Assisi helfen werden. „Ich glaube daran, dass alles ein gutes Ende finden wird.“

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