55 neue Gesellen bereit für die „Herrenjahre“

von Redaktion

Freisprechung der Zimmerer-Innung – Ehrung für die Besten

Rohrdorf – 55 stolze Prüflinge der Zimmerer-Innung Rosenheim haben jüngst ihre Gesellenbriefe entgegengenommen. Besonders ausgezeichnet wurden die drei Innungssieger 2018. Das beste Ergebnis erzielte Dominik Hainz vom Ausbildungsbetrieb Lindauer Holzbau GmbH in Griesstätt. Zweitbester war Veit Mandel von der Zimmerei Franz Wörndl in Eggstätt und auf Rang drei kam Albert Fischbacher von der Zimmerei Christian Kaffl in Prutting.

Rudolf Schiller, Obermeister der Zimmerer-Innung Rosenheim, begrüßte an diesem besonderen Abend die frischgebackenen Zimmerergesellen, deren Familien und alle, die am Abschluss beteiligt waren: Unternehmer, die einen Ausbildungsplatz zur Verfügung gestellt haben, Mitarbeiter in den Ausbildungsstätten und die Lehrkräfte der Berufsschulen und Ausbildungszentren.

Auch viele hohe Gäste, darunter stellvertretende Landrätin Marianne Loferer, der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Rosenheim, Alfons Maierthaler, Kreishandwerksmeister Gerhard Schloots mit Geschäftsführer Andreas Holzner und die Leiter der verschiedenen Schulen, waren der Einladung gefolgt.

Schiller wandte sich an die frisch ausgelernten Gesellen mit dem Sprichwort „Lehrjahre sind keine Herrenjahre“. Das dürften die ehemaligen Auszubildenden in der täglichen Arbeit hautnah erfahren haben. Acht Stunden täglich arbeiten, körperliche Anstrengung, mitunter rauer Umgangston auf der Baustelle – mit diesen Dingen müsse man erst einmal umzugehen lernen, so Schiller. Entscheidend sei, dass jeder an den Herausforderungen gewachsen ist.

Der Obermeister betonte, dass die Gesellen nach der Ausbildung andere Menschen geworden seien, reifere Persönlichkeiten, als noch zu Beginn der Lehrzeit. Die Lehrzeit ende jedoch nicht mit der Übergabe des Gesellenbriefes, vielmehr gehe der Prozess des lebenslangen Lernens weiter.

Das Ende seiner Ansprache garnierte Schiller mit einem zweiten Sprichwort: „Nichts ist so beständig, wie der Wandel der Zeit.“ Er schärfte den Zimmererfachkräften ein, jede Gelegenheit zur Weiterbildung und zur Vergrößerung ihres Wissens zu nutzen, und dranzubleiben am stetigen Fortschritt. Das wichtigste Erfolgsrezept: neugierig bleiben, für aktuelle Entwicklungen am Markt und in Bezug auf neue Fertigungsmöglichkeiten. re

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