OVB-FahrgeschäftetEst

Mit 120 km/h Richtung Boden

von Redaktion

Was wäre ein Herbstfest-Besuch ohne eines der zahlreichen Fahrgeschäfte auszuprobieren. OVB-Volontärin Anna Heise hat einen fünffachen Selbstversuch unternommen.

Rosenheim – „Wer will noch mal, wer hat noch nicht, los geht die wilde Fahrt.“ Auf dem Rosenheimer Herbstfest ist für jeden Geschmack etwas dabei – auch für Karussell-Muffel wie OVB-Volontärin Anna Heise. Also anschnallen, ordentlich durchschütteln lassen, brüllen, schreien, kurz um sein Leben bangen und wieder von vorne. Gehört ja auch irgendwie dazu, zum Herbstfest.

69 Schausteller bestücken heuer die Loretowiese. Neu dabei sind „Dschungel Dance“, „Drifting Coaster“, „Laser Pix“, „Techno Power“, „V-Maxx“ und „Panic Room“. Für den OVB-Fahrgeschäfte-Test wurden unter anderem drei der neuen Fahrgeschäfte ausprobiert. Hier die Ergebnisse:

Neu: Techno Power mit Live-DJ

Herbstfest-Premiere für „Techno Power“. Noch baumeln die Beine entspannt über dem Boden, dann beginnt die Fahrt – und mit der Entspannung ist es vorbei. „Hoch über den Wolken“ tönt es aus den Lautsprechern. Ein Live-DJ sorgt während der Fahrt für gute Unterhaltung, wenn auch mehr für die Zuschauer am Boden, als für die, die zum gegebenen Zeitpunkt durch die Luft wirbeln. Mit zunehmender Geschwindigkeit kippen die Gondeln völlig unerwartet um 90 Grad, was für einen zusätzlichen Kick sorgen soll. Viereinhalb Minuten dauert dieses Fahrerlebnis. Fazit: Suchtgefahr garantiert. Fahrpreis: zwei Euro.

Neu: Drifting Coaster sorgt für Adrenalin

Auch der „Drifting Coaster“ feiert heuer Premiere. Achterbahnliebhaber kommen hier auf ihre Kosten. Das Besondere: Die Gondeln schwingen bei hoher Geschwindigkeit in bis zu 14 Metern Höhe. Zeit, den Ausblick zu genießen, bleibt kaum. Die Gondeln fahren einzeln ab und bringen es auf Höchstgeschwindigkeiten von rund 60 km/h. Wer Nervenkitzel liebt, kann die Fahrt rückwärts erleben. Für einen zusätzlichen Adrenalinausstoß sorgen die engen Kurven, bei denen man Angst hat, dass die Gondeln aus der Verankerung reißen könnten. Für Bauchkribbeln sorgt auch das steile Gefälle. Dauer: zwei Minuten. Erwachsene zahlen drei, Kinder 2,50 Euro.

Neu: V-Maxx in 55 Meter Höhe

Der „V-Maxx“ ist einer der Höhepunkte auf dem Herbstfest. 55 Meter hochgeht es hinauf, man sollte also schwindelfrei sein. Die Aussicht über Rosenheim ist sicherlich gigantisch, auch hier bleibt zum Genießen aber kaum Zeit. Hier setzte die OVB-Volontärin aus. Dafür in der Gondel: Christine Ziade. Ihr Fazit: „Es hat super Spaß gemacht. Als es mit 120 km/h in Richtung Boden ging, habe ich vor allem im Hals ein Kribbeln gespürt.“ Nichts für schwache Nerven, auch wenn die Fahrt nur rund anderthalb Minuten dauert. Fahrpreis: drei Euro.

Musikexpress: Fahrspaß für jeden

Der Klassiker auf dem Herbstfest: das farbenfrohe Karussell bemalt mit diversen Musikinstrumenten. Das ideale Karussell für die ganze Familie. Der Platz ganz außen sollte jedoch gemieden werden, so das Fazit von OVB-Volontärin Anna Heise, denn blaue Flecken am Oberschenkel sind bei diesem Fahrgeschäft vorprogrammiert. Bei mehreren Personen fängt derjenige, der das Pech hat außen zu sitzen, das gesamte Gewicht seiner Mitfahrer ab. Trotz Blessuren ist der Spaßfaktor jedoch extrem hoch – und das liegt nicht nur an der guten Musik. Von Schlager über Hip-Hop bis hin zum Rock‘n‘Roll sind alle Musikstile vertreten. „Die letzten beiden Runden, die letzten beiden Kurven“, tönt es von dem Sprecher. Die Geschwindigkeit wird noch einmal erhöht. Der Spaß bleibt. „Ende im Gelände“, heißt es dann nach knapp vier Minuten. Das Ergebnis: schwitzige Hände und Schwierigkeiten beim Geradeauslaufen. Dennoch ist der Musikexpress der perfekte Einstieg in das Karussellabenteuer. Fahrpreis: zwei Euro.

Break Dancer: Wirbelwind-Karussell

Auch der „Break Dancer“ zählt zu den Klassikern am Herbstfest. Die Gondeln, die auf einer kreisförmigen Scheibe angeordnet sind drehen sich nicht nur im Kreis, sondern ebenfalls um die eigene Achse. Quasi ein doppelter Kreis. Ein Tipp der OVB-Volontärin: Dieses Karussell ist nichts für Menschen mit empfindlichen Mägen. Besonders weil es keine vorgeschriebenen Fahrzeiten gibt. Ganze neun Minuten dauerte beispielsweise unsere Testfahrt. Der Spaßfaktor ist da, neun Minuten waren aber schlicht zu lang. Fahrpreis: zwei Euro.

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