Der Wiesnigel Ignaz hörte im Auerbräu-Biergarten zwei älteren Damen zu. „Was macht denn Ihr neuer Schwiegersohn, den ich neulich kennengelernt habe?“, wollte die eine wissen. „Ach, der ist ja Veganer“, antwortete die Gefragte. „Dafür spricht er aber gut deutsch“, so ihre Bekannte darauf. hh
Aufgefallen ist heuer dem Wiesnigel, der ja seit langem das Herbstfest-Szenario beobachtet, dass die Zahl derjenigen, die weitgehend korrekte Trachtenkleidung tragen, so hoch wie nie zuvor zu sein scheint. Während vor etlichen Jahren eher vereinzelt Fantasie-Trachten aus bedruckten Hopfen-Leinensäcken und Ähnlichem auffielen, ist nun das Erscheinungsbild der meisten Festbesucher so, wie es sich die Trachtenvereine nur wünschen können. Natürlich gibt es auch modisch fragwürdige Ausreißer, aber das trägt halt auch zum Bild einer bunten Wiesn bei. Wer heuer ohne Tracht unterwegs ist, der bekommt immer mehr das Gefühl, dass er mit seinem Gewand eigentlich nicht hierhin passt, oder – auf neubairisch – ziemlich „underdressed“ herumläuft. hh