Kiefersfelden – Ein leichtverletzter Helfer und rund 50000 Euro Sachschaden: Das ist nach Angaben der Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim die Bilanz eines Lkw-Brandes auf der Inntal-Autobahn. Ursache war laut Polizei ein Reifenplatzer bei einem tschechischen Sattelzug, der sich gegen 9.15 Uhr kurz vor der Autobahnausfahrt Kiefersfelden ereignete. Der 36-jährige Lenker des Lkw war in einem aus drei Lastwagen bestehenden Konvoi unterwegs, der Richtung Innsbruck fuhr.
Unmittelbar nach dem Zwischenfall begann der Lkws stark zu rauchen. Der Fahrer lenkte den Sattelzug deshalb auf den Seitenstreifen und blieb stehen. Ein 43-jähriger Kollege, der hinter ihm fuhr, brachte seinen Lkw ebenfalls auf dem Seitenstreifen zum Stehen. Er versuchte, den beginnenden Brand am Gefährt seines Vordermannes mit einem Feuerlöscher zu bekämpfen. Allerdings ohne Erfolg. Die Flammen griffen rasch auf die Ladung des Lastwagens über, die aus circa zehn Tonnen Holzpaletten bestand. Letztlich stand der Auflieger in Vollbrand. Aus diesem Grund musste die Polizei die Autobahn in Richtung Süden kurzzeitig komplett sperren. Der Verkehr wurde an der Ausfahrt Oberaudorf ausgeleitet. Gegen 9.50 Uhr konnte der linke Fahrstreifen wieder freigegeben werden, ab 11.10 Uhr waren beide Spuren wieder befahrbar. Zur Bergung des ausgebrannten Aufliegers wurde eine Spezialfirma aus Irschenberg angefordert.
Bei seinen Löschversuchen verletzte sich der 43-jährige Lkw-Fahrer leicht. Er musste vom Rettungsdienst ins Krankenhaus eingeliefert werden. Der Brand führte zu massiven Verkehrsbehinderungen. Der Stau erreichte eine maximale Länge von zwölf Kilometern.re