Wie würden Sie einem Kind Ihren Beruf erklären?
Ich mache Menschen glücklich, indem ich sie einlade, in einem prächtigen alten Schloss schöne Musik zu hören oder zu spielen.
Welchen Traumberuf hatten Sie als Zehnjährige?
Ärztin.
Wie sieht Ihr persönlicher Traum vom Glück aus?
Den Traum habe ich nicht. Glück ist nichts Dauerhaftes und sehr zerbrechlich. Aber ich erlebe Glück in vielen, zumeist unspektakulären Momenten.
Mit wem würden Sie gern ein Wochenende auf einer einsamen Insel verbringen?
Mit meinen Kindern und kleinen Enkeln. Dann wäre die Insel allerdings nicht mehr einsam.
Über welche Nichtigkeiten können Sie sich ärgern?
Wenn Autofahrer beim Verlassen des Kreisverkehrs nicht blinken, dadurch die anderen Fahrer zum unnötigen Warten zwingen und den Verkehr aufhalten.
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Was fällt Ihnen zu den
folgenden Stichwörtern ein?
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Wasser und Brot
Herrlich, wenn man hungrig und durstig ist.
Heimat
Habe ich im eigentlichen Sinn nicht. Ich war ein Flüchtlingskind und habe auch später an zu vielen verschiedenen Orten gelebt. Aber seit 35 Jahren fühle ich mich, abgesehen von der momentanen politischen Situation, in meiner Wahlheimat Bayern sehr wohl.
Alt und Jung
Gehören zusammen und ergänzen sich ganz natürlich.
Eltern
Sind für ihre Kinder ungeheuer wichtig.
Sieg und Niederlage
Gehören beide gleichermaßen zum Leben.
Erste Liebe
Er hieß Rainer und war genauso alt wie ich: acht. Selbstverständlich wollten wir heiraten und Kinder haben. Aber dann zog seine Familie weg, und so hatte ich mit neun schon meinen ersten Liebeskummer.
Gott
Finde ich in der Natur, in der Liebe und in besonderen Momenten in der Kunst, vor allem in der Musik.
Grabstein
Alte Grabsteine sehe ich mir gerne an. Mir würde ein abgeschliffener Flussfindling in einer Blumenwiese gefallen.
Coca-Cola
Mag ich nicht.
Mein Haus, mein Auto, meine Yacht
Haben als Statussymbole keinerlei Bedeutung für mich.
Lebensmotto
Ein Satz von Count Basie, dem legendären Pianisten und Bandleader: „Don‘t worry. Nothing will be alright anyway“ (Mach dir nichts draus. Nichts wird jemals in Ordnung sein). Für mich mit leichtem Hang zum Perfektionismus ein wunderbarer Spruch.
Interview: Rainer W. Janka
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