Rosenheim – „Unsere Ziele, höchstmögliche Sicherheit zu gewährleisten und das Sicherheitsgefühl der Besucherinnen und Besucher zu stärken sowie andererseits den volkstümlichen Charakter des Rosenheimer Herbstfestes zu erhalten, sind mit der Umsetzung des optimierten Sicherheitskonzeptes heuer wieder hervorragend gelungen. In der Gesamtschau können wir auf eine friedliche Wiesn zurückblicken und bedanken uns bei den zahlreichen Festbesuchern für das Vertrauen in die Arbeit der Polizei“, so Polizeipräsident Robert Kopp vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd.
Gmiatlich, weltoffen und ein Stückl Heimat: Mit diesen Worten lässt sich die Rosenheimer Wiesn am besten beschreiben, findet Kopp, der eine positive Bilanz zu den vergangenen 16 Festtagen zieht.
Nahezu ohne Ausnahme wurden sowohl die hohe Polizeipräsenz als auch die selektiven Taschen- und Personenkontrollen an den Eingängen positiv bewertet, freut sich der Polizeipräsident. „Die polizeiliche Videoüberwachung bewährte sich einmal mehr als unverzichtbares Einsatzmittel, insbesondere bei der Festnahme von Handtaschendieben.“
Besucher zeigten viel Verständnis für Sicherheitsvorkehrung
Polizeioberrat Volker Klarner, Einsatzleiter Herbstfest und Leiter der Polizeiinspektion Rosenheim: „Die Sicherheit der Wiesnbesucher stand für uns zu jeder Zeit an erster Stelle. Um dies zu gewährleisten, ist eine enge Zusammenarbeit mit dem Veranstalter, den Sicherheitsbehörden sowie dem Rettungsdienst, THW und der Feuerwehr erforderlich. Dies hat, wie auch in den letzten Jahren, reibungslos funktioniert. Dafür möchte ich mich herzlich bedanken, aber auch bei den Besuchern, die für unsere Sicherheitsvorkehrungen großes Verständnis zeigten“.
Die Bilanz des Präsidiums (Zahlen bis Sonntagmittag):
Wiesnverbote: Ein sehr bewährtes Mittel zur Verhinderung von Sicherheitsstörungen und Straftaten ist das Wiesnverbot von Störenfrieden und Randalierern. Die Wiesnwache sprach bislang 104 solcher Verbote aus. (2017: 113). Auf die Zuwiderhandlungen folgten Anzeigen wegen Hausfriedensbruches.
Körperverletzungen: Die Zahl der Körperverletzungsdelikte mit insgesamt 25 Anzeigen ging in diesem Jahr deutlich zurück (Vorjahr 40). Trotz der Besucherzahlen liegen die Delikte nochmals unter dem Wert des vergangenen Jahres.
Gewahrsam: Mit 46 Gewahrsamnahmen (2017: 58) bewegen sich die Arreste der überwiegend erwachsenen, männlichen Festbesucher, unter dem Wert aus dem Vorjahr. Vor allem an den Wochenenden häuften sich die Delikte, worauf konsequent die erforderlichen Maßnahmen zur Gefahrenabwehr veranlasst wurden.
Diebstahl: Bis Sonntagmittag wurden 25 Eigentumsdelikte (2017: 30) auf dem Herbstfest zur Anzeige gebracht. Hauptsächlich Taschen, Mobiltelefone und Geldbörsen wechselten unfreiwillig den Besitzer. Wobei hier einige Delikte, unter anderem durch den Einsatz der Videoüberwachung des Festgeländes, geklärt werden konnten.
Jugendschutz: Das konzeptionelle Vorgehen der Polizei und der Stadt Rosenheim hat sich offenbar rumgesprochen. Zahlreiche Kinder und Jugendliche wurden hinsichtlich Rauchen, Drogen und Alkohol überprüft. Es wurden lediglich zwei Verstöße festgestellt (2017: elf).
Verkehr: Der Pkw-Verkehr verlief während der gesamten Volksfestzeit, auch während der Festzüge an den ersten beiden Wochenenden, zumeist reibungslos. Bislang waren elf Fahrzeugführer (2017: sechs) mit zu hohen Alkoholwerten oder drogentypischen Ausfallerscheinungen auffällig. Volksfestbedingte Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss waren auch in diesem Jahr nicht zu verzeichnen. Ein deutlicher Rückgang ergab sich auch bei den Abschleppungen, insgesamt 14 Fahrzeuge mussten an den Haken (2017: 26). re