Kiefersfelden – Die Bundespolizei hat am Donnerstag im Rahmen der Grenzkontrollen auf der Inntal-Autobahn mehrere Tausend Euro ausstehender Justizschulden eingetrieben. Ein Pole hatte laut Strafbefehl des Amtsgerichts Würzburg eine Geldstrafe in Höhe von 2000 Euro zu zahlen. Hierzu war er 2017 wegen Trunkenheit im Verkehr verurteilt worden. Der 25-Jährige konnte seine Schulden bei der Kontrolle nicht sofort begleichen. Dank der Unterstützung seines telefonisch verständigten Schwagers, der den geforderten Betrag bei einer Polizeidienststelle im unterfränkischen Landkreis Aschaffenburg eingezahlt hatte, blieb dem Mann ein 50-tägiger Gefängnisaufenthalt erspart.
Er durfte seine Reise im Pkw fortsetzen – allerdings nur auf dem Beifahrersitz. Wegen der zurückliegenden Trunkenheitsfahrt war ihm die Fahrerlaubnis entzogen worden. Die Würzburger Staatsanwaltschaft hatte die Beschlagnahme des Führerscheins angeordnet.
Auch ein Italiener musste in der Grenzkontrollstelle wegen eines Strafbefehls einen unfreiwilligen Zwischenstopp einlegen. Er war in diesem Jahr vom Amtsgericht in Nürnberg wegen Diebstahls zu einer Geldstrafe in Höhe von 2700 Euro verurteilt worden. Da der 39-Jährige nicht über so viel Geld verfügte, telefonierte er mit einem Arbeitskollegen. Der zahlte die fehlenden 500 Euro bei der Nürnberger Bundespolizei ein. re