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…regionalen Wirtschaft oder selbst als großer Arbeitgeber – im Fall der VR-Bank Rosenheim-Chiemsee mit ihren 62 Geschäftsstellen für über 1000 Mitarbeiter. Entsprechend sah auch Riederings Bürgermeister Josef Häusler die Bank als „Herz der Wirtschaft“ und insbesondere die Genossenschaftsbanken als verlässliche Partner auch in Zeiten finanzieller Krisen.
Prominenter Gast beim Frühschoppen war Bayerns stellvertretende Ministerpräsidentin Ilse Aigner (CSU). Von sich sagte die Politikerin, sie könne schon „goldene Hochzeit“ mit der VR- Bank feiern, so lange sei sie selbst bereits Kundin: „Als ich ein Kind war, war die VR-Bank nur zwei Häuser entfernt, da trug ich jedes Jahr brav mein Sparschwein hin“, erzählte die aus Feldkirchen-Westerham stammende Aigner. Sie sorgte zu Beginn ihres Redebeitrags für Lacher im Festzelt, als sie die Gäste mit „liebe Genossen und Genossinnen“ begrüßte und ergänzte umgehend, sie sei einfach so überzeugt vom Genossenschaftsgedanken.
Das Konzept dahinter, im Zusammenspiel mit starken, mittelständischen Strukturen, sei ein Garant für die Stabilität einer Region. „Darum geht es Bayern und speziell Oberbayern auch so gut.“ Aigner würdigte zudem das über das Geschäftliche hinausgehende Engagement der Raiffeisenbank: „Da geht es nicht nur um die Quartalszahlen, sondern um die nächste Generation.“
Genossenschaften als Exportschlager
Der Genossenschaftsgedanke sei ein „Exportschlager“, wie sie auf ihren vielen Auslandsreisen in ihrem vormaligen Amt als Bayerns Wirtschaftsministerin habe erleben können: „Ob Argentinien oder Brasilien, überall bin ich auf genossenschaftliche Strukturen gestoßen und immer ging es darum, Menschen dabei zu helfen, erfolgreich zu werden.“
Sie lobte die VR-Banken, einerseits diese Grundidee zu wahren und dennoch mit der rasanten, technologischen Entwicklung Schritt zu halten. Sie wünschte den Genossenschaftsinstituten, weiter nach Raiffeisens Motto „Was einer nicht schafft, das schaffen viele“, die Region wirtschaftlich, sozial und kulturell zu stärken.
Diesem Wunsch kam die Bank sogleich nach: Sie würdigte zusammen mit Aigner die Riederinger Theatermacher Elfriede und Erwin Ringsgwandl für ihre jüngste Auszeichnung mit dem Bayerischen Kulturpreis und übergab einen Scheck über 2430 Euro an die Gemeinde Riedering, die am Tinninger See einen Defibrillator zur Verfügung stellt.
Moderator Florian Schrei brachte Aiger, die Landtagsabgeordneten Otto Lederer und Klaus Stöttner sowie Hubert Kamml zu einer kurzen Diskussion auf die Bühne, in der es um die Frage ging, was sie persönlich mit dem Namen Raiffeisen verbinden.
„Menschenkenntnis“, war zum Beispiel die Antwort Stöttners, der selbst bei der VR-Bank Söchtenau-Prutting in die Lehre ging und seinen Abschluss unter dem damaligen Prüfer Hubert Kamml abgelegt hat. Für Lederer sind es die VR-Mitarbeiter, die man meist auch aus Vereins- und Gemeindeleben kenne und nicht nur vom Bankschalter her.
Als hätte dies das Organisationsteam der VR-Bank Rosenheim-Chiemsee geahnt, waren am Samstag auch zahlreiche Mitarbeiter aus dem eigenen Haus vor Ort und stellten in kleinen Zelten ihre Verbundpartner, Dienstleistungen, digitale Produkte oder Gewinnspiele der Bank vor. Regionale Aussteller ergänzten das Angebot.
2000 Besucher kamen zum Tinninger See
Rund 2000 Menschen kamen im Lauf des Samstags zum Festplatz am Tinninger See und nutzten das Angebot aus Kinder- und Freizeitprogramm mit Hüpfburg und Virtual-Reality-Flugerlebnis, Essens- und Marktständen sowie Ringsgwandl- Sondervorstellung im benachbarten Theaterzelt.