Bad Aibling – Der Landtagsabgeordnete Otto Lederer freut sich. Als die Überlegungen der Regierung konkret wurden, weitere Behördenarbeitsplätze von der Landeshauptstadt in die Region zu verlegen, war er einer der Ersten, der in der Staatskanzlei vorstellig wurde und darum bat, den Raum Rosenheim bei den Satelliten-Standorten zu berücksichtigen. Mit Erfolg, wie seit gestern feststeht.
Fünf solcher Standorte hat das Kabinett bei seiner Sitzung festgelegt, der Startschuss für das Arbeiten in Bad Aibling soll laut Lederer bereits im nächsten Jahr, spätestens jedoch 2020 erfolgen. Ob als Dienstgebäude ein staatliches Objekt dienen oder eine Immobilie angemietet werden soll, das steht nach Auskunft des Abgeordneten noch nicht fest. Die Entscheidung der Staatsregierung steht für den CSUPolitiker im Einklang mit deren Bestreben, die Ballungsräume zu entlasten. „Wir verfolgen ein Gesamtkonzept, das Betriebsansiedlungen in der Region, Telearbeitsplätze und Satelliten-Standorte beinhaltet“, erklärte der Abgeordnete im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen. Der Staat hat für ihn eine Vorbildfunktion. „Durch diese Auslagerung von behördlichen Arbeitsplätzen in den ländlichen Raum können Verwaltungsmitarbeiter im Staatsdienst näher am Wohnort arbeiten. Dies trägt nicht nur zu einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei, sondern reduziert auch den Verkehr auf den Straßen“, so der Abgeordnete.
Lederer geht davon aus, dass die erforderlichen Mittel für die Umsetzung des Projektes im November oder Dezember dieses Jahres in den Staatshaushalt eingestellt werden. Welche Behörden Mitarbeiter nach Bad Aibling auslagern werden, das steht derzeit noch nicht fest. „Da muss man sehen, welche Arbeitsplätze sich hierfür anbieten. Ich gehe aber davon aus, dass durchaus unterschiedliche Professionen zusammentreffen können.“ Der Abgeordnete ist überzeugt, dass die Staatsregierung den Auslagerungsprozess evaluieren müsse, um beispielsweise die richtigen Schlüsse für eine eventuelle Weiterentwicklung zu ziehen.
Bad Aiblings Bürgermeister Felix Schwaller freut sich über die Entscheidung des Kabinetts und dankte Lederer ausdrücklich für seinen Einsatz. „Das ist die Zukunft schlechthin“, sagt Schwaller über den Weg, Arbeitsplätze von den Metropolen in die Region zu verlagern. „Das ist ein guter Schritt in die richtige Richtung, der nicht zuletzt jungen Familien hilft“, so der Bürgermeister.