Kiefersfelden – Die Rosenheimer Bundespolizei hat am vergangenen Wochenende dafür gesorgt, dass ein Deutscher und ein Nigerianer hinter Gittern landen – das geht aus einer Pressemitteilung hervor. Wie sich bei Grenzkontrollen auf der Inntal-Autobahn herausstellte, wurden die Männer mit Haftbefehlen gesucht. Auch bei einem Griechen schlug der Fahndungscomputer Alarm – der Mann fand eine eher ungewöhnliche Lösung.
Der Mann war in der Vergangenheit wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt worden, seine Geldstrafe in Höhe von 3000 Euro war der 38-Jährige jedoch schuldig geblieben. Ersatzweise hatte das Gericht einen 95-tägigen Haftaufenthalt vorgesehen. Der Festgenommene rief seinen Arbeitgeber an. Der beglich die Schulden seines Angestellten kurzerhand aus eigener Tasche.
Ein gebürtiger Baden-Württemberger musste seine Reise beenden. Im Frühjahr war gegen den 23-Jährigen wegen Leistungserschleichung eine Geldstrafe von 6000 Euro verhängt worden. Da er die Summe auch nicht zahlen konnte, wird er ersatzweise 150 Tage in der Justizvollzugsanstalt Bernau verbringen müssen.
Eine viermonatige Haftstrafe hat seit dem Wochenende ein nigerianischer Staatsangehöriger zu verbüßen. Der 38-Jährige war vom Rosenheimer Amtsgericht wegen Betrugs verurteilt worden. Insgesamt sollte der Afrikaner Justizschulden in Höhe von rund 4900 Euro begleichen. Auch er wurde mangels finanzieller Möglichkeiten ersatzweise ins Gefängnis eingeliefert. re