Unbekannte blenden Lokführer

von Redaktion

Laserpointer-Attacken: Hinweise gesucht

Bad Aibling – Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung und gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr stellt derzeit die Rosenheimer Bundespolizei an. Laut Pressemitteilung waren jüngst bei Bad Aibling Lokführer Opfer von Laserpointer-Attacken unbekannter Täter geworden.

Der jüngste dieser Fälle ereignete sich am vergangenen Freitag. Gegen 7.10 Uhr traf ein blendend grünes Licht den Lokführer eines einfahrenden Meridians am Haltepunkt Bad Aibling-Kurpark. Die Lichtquelle ging offenbar von drei Kindern im Alter zwischen neun und zwölf Jahren aus. Nach ihrer Blendaktion tauchten sie in der Menge der am Bahnsteig wartenden Schüler unter. Bereits am 22. Oktober war ein Triebfahrzeugführer gegen 19.15 Uhr am Bahnhof Bad Aibling geblendet worden. Danach nahm er drei Jugendliche wahr, die sich schnell von den Bahnanlagen entfernten. Durch die Blendattacken erlitten die Lokführer Verblitzungen der Augen und mussten ärztlich behandelt werden. Zeugen der Laserattacken werden um sachdienliche Hinweise an die Bundespolizei unter der Telefonnummer 08031/80262102 gebeten.

Die Bundespolizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Laserpointer zwar grundsätzlich erlaubt sind, Lokführer durch Blend-Attacken jedoch nicht nur irritiert werden, sondern auch gesundheitliche Schäden davontragen können. Davon abgesehen wären die geblendeten Triebfahrzeugführer unter Umständen nicht mehr in der Lage, den Zug ordnungsgemäß und sicher zu führen. Derartige Laserattacken sind laut Polizei alles andere als Kavaliersdelikte. re

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