Raubling/Rosenheim – Mindestens vier Leichtverletzte hatte ein Auffahrunfall zur Folge, der sich laut Polizei am späten Dienstagabend gegen 22.30 Uhr auf der Autobahn München-Salzburg ereignete. Wer den Zusammenstoß verursacht hat, ist noch unklar. Der vermeintliche Unfallfahrer ist noch auf der Flucht.
Ein 28-jähriger Serbe und sein Beifahrer, ein 37-jähriger Landsmann, waren mit ihrem Mercedes-SUV samt Anhänger, auf dem sie einen Alfa Romeo und einen Mercedes transportierten, auf der rechten Spur unterwegs. Von hinten näherte sich mit hoher Geschwindigkeit ein weißer Mercedes mit drei Insassen. Rund 300 Meter vor der Ausfahrt Rosenheim fuhr der Mercedesfahrer aus bisher ungeklärter Ursache voll auf das Gespann des Serben auf.
Zwei Insassen des Mercedes, ein 26-Jähriger und ein 32-Jähriger, jeweils aus dem westlichen Landkreis Rosenheim, entfernten sich nach dem Unfall zu Fuß von der Unfallstelle. Sie wurden von Bundespolizisten festgenommen. Beide waren alkoholisiert und gaben an, dass eine dritte Person den Pkw gesteuert habe. Diese Angaben erhärteten sich durch die Angaben von Zeugen sowie durch Beweismittel und Spuren, die die Polizei in dem Unfallfahrzeug sicherstellte. Sofort eingeleitete Fahndungsmaßnahmen, in die auch ein Polizeihubschrauber eingebunden war, verliefen ohne Erfolg.
Die beiden Insassen des serbischen Gespanns wurden leicht verletzt. Am Gespann und der Ladung entstand ein Schaden in Höhe von rund 10000 Euro. Die Insassen des Mercedes kamen mit leichten bis mittelschweren Verletzungen ins Krankenhaus. Schadenshöhe an ihrem Fahrzeug: rund 15000 Euro. Die Staatsanwaltschaft hat umfangreiche Maßnahmen zur Ermittlung des Flüchtigen angeordnet. Zeugen, die den Unfall beobachtet haben oder Hinweise zum Verursacher geben können, werden gebeten, sich unter Telefon 08035/90680 zu melden.
Bereits am Dienstagnachmittag krachte es auf der Inntal-Autobahn etwa drei Kilometer vor dem InntalDreieck. Ein Lkw-Fahrer war mit seinem 40-Tonnen-Sattelzug in ein Stauende gedonnert. Zwei Frauen aus Südtirol, auf deren Fahrzeug der Lkw auffuhr, kamen glücklicherweise mit leichten Verletzungen davon.
Wie die Verkehrspolizei Rosenheim mitteilt, war der rechte Fahrstreifen der Inntal-Autobahn in Fahrtrichtung München etwa einen Kilometer vor dem Inntal-Dreieck gesperrt. Zur Unfallzeit hatte sich ein Rückstau von rund einem Kilometer Länge gebildet.
Der Lkw-Fahrer, ein 65-Jähriger aus Kolbermoor, war mit seinem 40-Tonnen-Sattelzug auf dem rechten Fahrstreifen unterwegs. Er übersah das Stauende und fuhr mit rund 80 km/h auf den Pkw der Südtirolerinnen auf. Dieser wurde durch die Wucht des Aufpralls nach links gegen die Betonleitwand geschleudert und blieb quer zur Fahrtrichtung liegen. Eigenen Angaben zufolge war der Lkw-Fahrer abgelenkt und leitete erst unmittelbar vor dem Aufprall eine Bremsung ein.
Die beiden Frauen, die auf dem Weg zu einem Popkonzert in München waren, wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Die 44-jährige Fahrerin erlitt laut Polizeiangaben Prellungen und ein Schleudertrauma, die Beifahrerin (42) zog sich ebenfalls Prellungen sowie ein Schleudertrauma und zudem eine blutende Wunde an der Lippe zu.
Am Pkw entstand wirtschaftlicher Totalschaden in Höhe von rund 10000 Euro. Der Schaden am Lkw beläuft sich ebenfalls auf rund 10000 Euro. Das Fahrzeug musste abgeschleppt werden. Es kam zu erheblichen Verkehrsbehinderungen, der Stau reichte bis hinter die Anschlussstelle Brannenburg zurück.