Edling – „Handwerk hat goldenen Boden“, sagte Peter Moser, Obermeister der Schreinerinnung bei der Herbstversammlung in Edling. Aber: Gleichzeitig fehle zunehmend der notwendige Nachwuchs, beklagte er.
Nichtsdestotrotz begannen heuer 85 Berufsanfänger ihre Ausbildung mit dem Berufsgrundschuljahr im Schreinerhandwerk. Für die Nachwuchswerbung sei die Innung mehrfach in Schulen und auf Jobbörsen präsent gewesen. Hier hätten an fünf Stationen Auszubildende aus dem dritten Lehrjahr ihr Können unter Beweis gestellt. Auch wenn der ein oder andere Schüler sich so durchaus begeistern ließ, würden viele Schulabgänger den Weg zu weiterbildenden Schulen und dem Studium den Vorzug gegeben. Bei diesem Trend habe das Handwerk das Nachsehen.
Die Herbstumfrage zur Einschätzung der konjunkturellen Lage ergab Moser zufolge, dass die Kunden zurzeit mit einer Fertigungsdauer von durchschnittlich 9,1 Wochen ab Auftragserteilung rechnen müssten, im Innenausbau gar mit 9,7 Wochen. So schätzten rund 72 Prozent der Betriebe die Auftragslage auch als „gut bis sehr gut“ ein. Nachgefragt werden demnach immer mehr Kücheneinbauten und Wohnmöbel, da die Handwerker nicht nur für eine qualitativ ausgezeichnete und maßgenaue Arbeit stünden, sondern sich auch im Preis-Leistungs-Verhältnis sehr gut positionieren könnten, so der Innungsobermeister.
Die Tagung fand traditionell wieder in der Werkstatt eines Innungsmitglieds statt. Gastgeber war heuer die im Jahr 2012 gegründete Grandl Sauna- und Innenausbau GmbH in Edling – ein hochmoderner und optimal organisierter Betrieb, der mit elektronisch gesteuerten Fertigungsmaschinen arbeitet.stv