Rosenheim/Landkreis – Die Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee eG wird im Advent 2018 keine Weihnachtskarten an Kunden mehr verschicken. Stattdessen unterstützt die VR-Bank die OVB-Weihnachtsaktion mit 10 000 Euro. Für eine Genossenschaftsbank dieser Größe mit rund 1000 Mitarbeitern ist das ein bemerkenswerter Schritt. Die OVB-Heimatzeitungen sprachen darüber mit Hubert Kamml, Vorsitzender des Vorstandes der VR-Bank Rosenheim-Chiemsee.
Herr Kamml, die VR-Bank wird 2018 keine Weihnachtskarten mehr versenden. Warum?
Weil wir unseren Kunden lieber Zeit als Weihnachtspost schenken. Uns als VR-Bank zeichnet doch gerade die Nähe zu den Menschen aus. Unsere Mitarbeiter kennen ihre Kunden gut, beraten sie gern persönlich – und überbringen ihre Weihnachtswünsche lieber ganz individuell und direkt.
Glauben Sie, dass das auch Ihre Kunden so sehen?
Davon sind wir überzeugt. Viele von uns werden in der Weihnachtszeit mit Karten, Briefen oder Präsenten überschüttet. Die Weihnachtspost landet oft ungelesen im Papierkorb. Da lässt sich mit gezielten Spenden doch viel mehr bewegen.
Vor allem, wenn das Geld in der Region bleibt…
Genau. Deshalb haben wir uns für die Weihnachtsaktion der OVB-Heimatzeitungen entschieden, die wir schon seit Jahren unterstützen. Da haben unsere Kunden die Gewissheit, dass jeder Spendencent ohne Abzug von Kosten in Sozialprojekte im Raum Rosenheim fließt – und direkt bei den Hilfsbedürftigen ankommt. Gemeinsam Großes bewegen in der Region und für die Region – dieser Grundgedanke der OVB-Aktion gefällt mir und deckt sich mit unserem genossenschaftlichen Grundprinzip. Ich denke da auch an unsere Aktion „helfen.bayern“.
Was ist „helfen.bayern“?
Das ist unsere eigene Spendenplattform, bei der soziale, karitative und kulturelle Einrichtungen, Initiativen und Vereine Projektideen vorstellen und durch finanzielle Hilfe verwirklichen können. Mehr dazu auf www.helfen.bayern. Interview: Ludwig Simeth