Rohrdorf – Trotz großer Konkurrenz auf dem Baumarkt können die Zimmerer mit der derzeitigen Auftragslage zufrieden sein – das stellte Rudolf Schiller, Obermeister der Zimmerer-Innung Rosenheim, bei der Jahresversammlung im Rohrdorfer Gasthof zur Post erfreut fest. Der Baustoff Holz biete unschlagbare Vorteile was in Sachen Nachhaltigkeit und Innovation. Auch das angenehme Wohnklima und die Verbindung von Tradition und Moderne vereint Holz als nachwachsender Rohstoff in sich. Darum, so Schiller, lautet die Devise, dass jeder einzelne Innungsbetrieb gefragt sei, die Holzbauquote zu erhöhen – durch Zusammenarbeit, Netzwerk und Kooperation.
Das führte den Zimmerer-Obermeister weiter zum Thema Innungsarbeit, mit der er für 2018 vollauf zufrieden war. Besonders hob er heraus, dass aktuell 74 Auszubildende im zweiten Lehrjahr beschäftigt sind und den Beruf des Zimmerers erlernen.
Brigitte Bscheider, Bezirksvorsitzende Oberbayerns für den Fachbereich Unternehmerfrauen, stellte in einem kurzweiligen und informativen Vortrag den sogenannten „Notfallordner“ vor. Was tun, wenn der Unternehmer oder dessen Frau etwa durch Unfall, Krankheit oder anderweitig unvorhergesehene Fälle ausfallen? Wer weiß dann Bescheid und ist handlungsfähig? Für diese Lebenssituationen hat der Fachbereich Unternehmerfrauen einen eigens für das Handwerk konzipierten Notfallordner erstellt, der alles Wichtige im betrieblichen und privaten Bereich beinhaltet und individuell auf jeden Betrieb zugeschnitten werden kann.
Bei der Durchsicht eines Musterexemplars war die Meinung einhellig, dass diese Idee praktikabel, leicht umsetzbar und wichtig für den Unternehmensalltag ist.
Das Fördermitglied die Firma Creaton stellte neben innovativen Produktneuheiten, auch die zukünftige Ausrichtung des Unternehmens vor. Fragen und Anregungen der Innungsbetriebe konnten im Tagesordnungspunkt „Der schiefe Nagel“ gestellt und diskutiert werden. Schiller übernahm das Schlusswort und zeigte sich sehr stolz über seine Zunft, den großen Zusammenhalt und all die starken Mitgliedsbetriebe, die zu einer positiven Außendarstellung beitragen würden. Er ermutigte alle Anwesenden, Handwerkspower zu leben, denn: Das Zimmererhandwerk sei nicht auf dem Holzweg, sondern werde den Holzweg in der Region weiter ausbauen.re